Für alle Daheimgebliebenen und noch nie Dagewesenen: So sieht die Stadthalle von Voorthuizen, „´t Trefpunt“, von außen aus, an einem EWOB-Festivaltag vor 12 Uhr. Im Grunde so öde, als ob dort nirgendwo irgendetwas passieren würde. Doch am linken Bildrand, hinter den Fensterscheiben, da sitzen gerade einige der eines Tages besten Mandolinenspieler der Welt in einem Workshop. Und davon wird morgen hier die Rede sein.
Archiv für Mai 5, 2008
5-String-Weisheit für alle
Nun wird sich mancher wundern, dass ich ganz oben in die rechte Spalte das Zitat eines Banjospielers gesetzt habe. Aber es geht bei den Worten von Bill Keith um praktische Musikerphilosophie. Gefallen ist das Zitat in einem der insgesamt drei (!) Mandolinenworkshops beim EWOB-Festival, ich glaube, es war der Advanced-Kurs am Samstagmittag. Tutor Kevin Lynch wollte damit zu mehr Gelassenheit beim Musizieren aufrufen – und dazu, sich zurückzunehmen, im Band-Kontext oder bei einer Session. Und da passte das Zitat der Banjo-Legende formidabel. Außerdem ist es auf Dauer natürlich auch ermüdend, nur schnelle Soli und Licks zu hören. Insofern hefte ich das Zitat mal eine Weile hier an die Blog-Wand.
Außerdem begann mein EWOB-Aufenthalt mit Bill Keith. Als ich Freitag morgen in meine Pension kam und den Frühstücksraum betrat, saß Bill Keith da und trank seinen Kaffee. Er war also in diesem Jahr der erste Bluegrass-Mucker, der mir begegnet ist. Außerdem residierten im Haus auch einige der „Sons of Navarone“ aus Belgien, wobei Thierry Schoysman auch bei „Rawhide“ spielt – dort das Banjo, hier die Mando. Überhaupt steckte das Haus voller EWOB-People. Ach, da fühlt man sich doch gleich bestens aufgehoben in der Bluegrass-Familie. Und Thierry grüße ich herzlich von dieser Stelle aus: im Sinne der bilateralen deutsch-belgischen Grassbeziehungen und mit Hinweis auf die Webseiten „Bluegrass in Belgium„.


