Das F-Loch-Impressum
Ihr lest hier das Weblog von Volker Dick, Journalist, Theaterspieler, DJ, Lokalhistoriker und Mann am Gemüsehobel aus Gummersbach. Wer direkt Kontakt mit mir aufnehmen möchte, kann dies tun:
Tel.: 02261 913418
E-Mail: Volker.Dick@buchstabensuppe.net
Geschenke, CDs, Bücher und alles andere Schöne rund um Mandolinen, von dem es sich lohnt, hier vorgestellt zu werden, per Post an:
Volker Dickee
Journalistenbüro profil
Bismarckstraße 1
51643 Gummersbach
2 Kommentare »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag · TrackBack URI


Olaf Gläsmer sagte,
Donnerstag, 27. März 2008 @ 11:04
Lesenswert ist immer wieder die Webseite der EBMA auf http://www.ebma.nl. Dort ist jetzt die diesjährige Festivalliste - für Europa - online gegangen.
Was bringt uns das? Eine Menge, denn man kann sicherlich seine Urlaubsaktivität mit dem einen oder anderen Festival verbinden. Wenn das der Chef, die Frau, der Mann oder die Zöglinge zulassen.
Für Deutschland wird sich wohl endgültig der Abgesang auf das renomierte Neusüdendefestival (bei Oldenburg) einstellen. Die Szene arbeitet ganz offenbar im Untergrund. Hie und da gibt es Jamsession-Wochenenden und Musikertreffen, ganz unoffiziell und nur über informierte Kanäle abrufbar. Anderenorts ist man glücklicherweise mit den örtlichen Behörden auf gutem Weg Festivals zu fördern. Herausragend sind dabei das Bühl Bluegrass Festival (www.buehl.de) und das Rudolstädter Folk Festival.
In jeder Hinsicht spannend ist, was unsere europäischen Nachbarn liefern. Die Niederlande sind musikalisch hoch aktiv, was das Geschehen um das EWOB-Festival herum belegt. Unsere tschechischen und slovakischen Brüder im musikalischen Geiste haben schon lange Jahre dem Bluegrass eine würdige Heimstadt geliefert und so ist es - abgesehen von der Sprachbariere - ein Genuß an den vielfältigen Festivals und Konzerten teilzuhaben. Nicht verkannt werden dürfen die Skandinavier, bei denen sich ohnehin die akustische Musik eingenistet hat und wo auch der Bluegrass auf verschiedenen renomierten Festivals (Gräna, Törsaker, usf.) präsentiert wird. Die Briten und Iren sind seit jeher schon der Sprachnähe dem Bluegrass verbunden, und wer international bekannte Musiker sehen möchte kann das recht einfach bei einer Tour zum Didmarton Bluegrass Festival, in Omagh Folk Village Bluegrass Festival, auf dem Johnny Keenan Bluegrass Festival und bei einer Fülle ähnlicher Veranstaltungen haben. Selbst z.B. in Spanien findet man auf dem Al Raz Festival Bluegrass. In Frankreich sowieso (z.B. in Carponne sur Arzon).
Die Moral von der Geschicht. Deutsche, vergesst den Bluegrass nicht.
Ich würde mir jedenfalls mehr Engagement wünschen.
rainer zellner sagte,
Donnerstag, 27. März 2008 @ 23:17
Olav, nicht verzweifeln, steter Tropfen höhlt den Stein - es gibt neben den “Festival Events” sehr wohl flächendeckende Bluegrass Konzert Tourneen von Spitzenbands in Deutschland. Die Infamous Stringdusters -zur Zeit der Hype der Szene- spielen im Mai eine sensationelle Tournee. (siehe unsere Webseite) u.a. mit Mitschnitt beim Mainstream Radio SWR 1 und weit gefächerter Medienunterstützung.
Wenn nun die aktiven Bluegrasser auch sehnsüchtig genug wären, selber und mit ihrem Umfeld auch diese Einzelveranstaltungen mit ihrer Präsenz zu beehren, hätten viele Veranstalter mehr Mut, sich öfter mit unserem Lieblings-Genre zu beschäftigen.
Auf staatliche Unterstützung zu hoffen, dürfte weiterhin vergebens sein, müssen doch die kürzlich mit großem Aufwand verteilten 400 Millionen Kulturgeld überwiegend dafür hehalten, alte Schlösser wieder herzurichten. Deutschland ist nicht umsonst zum Billiglohnland für Künstler geworden…und Bühl weiterhin ein Glücksfall.