Preiswürdiges Printmedium Blog

Natürlich, ich hinke der Zeit hinterher, ich weiß, die diesjährigen IBMA-Awards sind schon Anfang des Monats vergeben worden. Aber so aufregend waren die Namen der Preisträger auch nicht. In der Kategorie „Instrumental Performers Of The Year“ hat für die Mandoline Sam Bush das Rennen gemacht – zum vierten Mal. Immerhin liegt die letzte derartige Ehrung schon was zurück, 1992 war´s. Dazwischen haben sich Ronnie McCoury und Adam Steffey die Auszeichnung geteilt – wie in den 70ern entweder Bayern München oder Borussia Mönchengladbach deutsche Fußballmeister waren. Nur Chris Thile hat die Riege mal gestört (war sozusagen der FC Köln unter den Mandolinisten, obwohl das natürlich ein völlig grausamer Vergleich ist, den ich hiermit wieder gern ungeschehen machen möchte).

Interessant aber die Sieger in der Rubrik „Print Media Person Of The Year“: John Lawless und Brance Gillihan, beide von „The Bluegrass Blog„. Aha, Kollegen sozusagen. Anscheinend sehen die Amis das nicht so eng mit der Bezeichnung „Printmedien“. Denn ein Blog ist ja mehr das Gegenteil eines gedruckten Werks. Nun ja: Somit steht eine IBMA-prämierte Adresse hier in der Blogroll. Nix wie hin.

2 Gedanken zu „Preiswürdiges Printmedium Blog

  1. „Endlich mal was Neues!“ und nicht nur „wenig aufregend“ die IBMA Awards! Die Infamous Stringdusters haben obwohl grad erst ihr Debut Album erschienen ist, gleich drei der Trophäen abgeholt. Best Album/Best Song/Best Emerging Artist. Jung, innovativ und weg vom Egozocken hin zum Kollektiv. Nicht umsonst zitieren sie den Ensemble Spirit von Flatt & Scruggs über Newgrass Revival bis Grateful Dead als Inspiration. Wer mehr wissen will: http://www.thestringdusters.com. Und unbedingt ihr Road Movie „4 Days of Infamy“ ansehen…ach ja..anstandshalber sei erwähnt: Der Verfasser holt die Band im Mai zu ihrer ersten Europa Tournee u.a. auch nach Deutschland…

  2. Das Wichtigste zuerst: Rainer Zellner holt die Stringdusters nach D! Hoffentlich finden sich genügend Veranstalter, damit viele Termine zustande kommen – womöglich sogar im sonst unterbelichteten Raum Köln? Beim Bluegrass-Fest in Bühl Anfang Mai werden sie dann ja wohl dabei sein, oder? Auf die Band und auf den Film ist hier im Blog ja bereits hingewiesen worden. Dass sie bei den IBMA Awards gleich mehrfach gepriesen wurden, habe ich nicht als so überraschend empfunden – schließlich haben sie schon im Vorfeld jede Menge Staub aufgewirbelt. Andererseits kenne ich auch die Strukturen dort in Nashville nicht. Falls die Szene sehr zähflüssig und schwerfällig auf Neues reagiert, ist das Resultat der Stringdusters tatsächlich sensationell. Aus der Ferne betrachtet, sind es ja fast immer wieder die gleichen Leute, die oben auf den Preislisten stehen. Möglicherweise ist die US-Szene auch gar nicht so in Bewegung, wie ich manchmal glauben mag. Na, ich rede mich um Kopf und Kragen, also Schluss jetzt. Zellner hat mir viele Jahre Erfahrung voraus, also ein Hoch auf ihn und die Infamous Stringdusters (und auf das die Tournee ein Erfolg werde).

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