Außen brav, innen wild

Das ist ja wohl das Zitat des Tages, vielleicht auch der Woche, wenn nicht gar des Monats: „Mir gefällt vor allem Musik, in der die Leute brav aussehen – aber im Inneren sind sie wild. Tango-Musiker sind so. Und Bluegrass-Musiker sind so. Sie sehen sehr zahm aus – Gott, Familie, u. s. w., aber hinter dem Vorhang, da ist das, was man »Moonlight» nennt – das Unergründliche.“ Gesagt hat das der französische Musiker und DJ Philippe Cohen-Solal, Mitgründer des „Gotan Project“, das Tango-Musik mit Hilfe von Dance-Beats und Elektronika aufgepeppt hat. Jetzt ist der Mann in die Nähe von Nashville gegangen und hat ein Bluegrass/Country-Album aufgenommen, mit Leuten aus der Nashville-Szene. Titel: „The Moonshine Sessions“. Warum hat er das getan? Weil er es als französischer Country-Fan traurig findet, dass diese Musik in seinem Heimatland marginalisiert wird. Und weil er Songs zu schreiben begann, zu denen er besondere Ideen entwickelte: „Ich stellte mir vor, dass ich dazu Banjo, Geige und Mandoline spielen würde. Aber ich wusste nicht, wie es klingen könnte.“ Dann besuchte er in Tennessee einen Bluegrass-Kurs und die Sache nahm ihren Lauf – in Kooperation mit Dylans früherem Pedal-Steel-Gitarristen Bucky Baxter. Die ausführliche Geschichte dazu steht hier. Und wie hört sich das an? So!

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