Stuart, nicht Rod

An irgendeiner Stelle erwähnte Darrell Scott mal Stuart Adamson, den Songschreiber, Sänger und Gitarristen der Band „Big Country„. Scott und Adamson waren offenbar befreundet, der Schotte war 1997 nach Nashville gezogen und hatte dort bei einigen Aufnahmen mitgemischt, unter anderen auch Darrell Scott unterstützt. Oder war es umgekehrt? Adamson kam mit seinem Leben nicht so recht klar, trank zuviel und fand offenbar nicht raus. Am 16. Dezember 2001 hat er sich in einem Hotel auf Hawaii erhängt.

Das Interview brachte mich jedenfalls drauf, mir nochmal die Debüt-LP von Big Country, „The Crossing“, anzuhören. Und da kam sie ihres Wegs, eine meiner liebsten Textstellen eines Rocksongs, die in wenigen Worten eine ganze Philosphie zusammenfasst, nämlich im Stück „In a big country“: „I´m not expecting to grow flowers in the desert/but I can look and breathe and see the sun in wintertime.“ Diese Zuversicht hätte Stuart Adamson wahrscheinlich gern tatsächlich gehabt. Kollegen wie David Bowie, Nils Lofgren und Ray Davies erzählten nur Gutes über den Mann und waren erschreckt über dessen Tod. „Chance“ wird jedenfalls immer eines meiner Leibundmagenstücke bleiben und den Sound macht Big Country so leicht auch niemand nach – die Weite, die wie ein Dudelsack phrasierende Gitarre. Schade um den Mann, der offenbar auch ein Plätzchen für Bluegrass in seinem Herzen hatte. Gerettet hat´s ihn nicht.

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