Neujahrsansprache des Mandolinenblogs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Landsleute,

das Jahr 2007 neigt sich nun dem Ende zu, mit 2008 steht ein neues vor der Tür, das nur darauf wartet, mit Mandolinenklängen erfüllt zu werden. Vieles haben wir in den vergangenen zwölf Monaten erreicht, manches geriet zum Erfolg, nur weniges war ganz und gar misslungen. Rückblickend lässt sich sagen, dass vier Doppelsaiten eine andere Sache sind als sechs Einzelsaiten, dass eine E-Mandoline anders brüllt als viersaitige E-Bässe. Trotz aller Gegensätze ist dies die Stunde, auf Gemeinsamkeiten hinzuweisen. Vielfältige Aufgaben stehen vor uns. Nur in der Gemeinschaft aller Instrumente sind wir in der Lage, diese zu bewältigen. Sicher mag der Aufschwung nicht bei allen Mandolinenspielerinnen und -spielern angekommen sein. Aber dennoch müssen wir feststellen: Auch 2007 haben wir viel schöne Bluegrassmusik gehört. Warum sollte das 2008 anders sein? Der Rat der Saitenwaisen sagt zwar für das anstehende neue Jahr keine wesentlich höheren Saitenlagen voraus. Das darf und soll uns aber nicht irritieren. Lassen Sie uns, liebe Landsleute, auch 2008 fröhlich in die Saiten greifen, wie hoch sie auch immer liegen mögen. Lassen wir unser Instrument zu den Herzen der Menschen sprechen. Ja, und lassen wir auch einmal freundliche Worte für unsere Banjospieler liegen. Denn, auch dies muss zum Finale des Jahres gesagt werden, ohne sie wäre Bluegrass nicht das, was es ist, nämlich Bluegrass. Es wäre Bluegrass ohne Banjo, also Schlagermusik. Lob an der rechten Stelle wird uns gewiss auch 2008 zur Ehre gereichen.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, ich wünsche Ihnen nun ein fröhliches Silvester und einen guten Start in das Jahr 2008. Bleiben Sie bei allen persönlichen Sorgen und Nöten auch uns gewogen, schauen Sie auch nächstes Jahr mal wieder herein. Damit ich Ihnen Silvester 2008 eine ebenso schöne und bewegende Ansprache aufschreiben kann für 2009.

Ihr

F-Loch

Solidarität an der Zwergengitarre

Für alle, die gestern abend den Konzertmitschnitt von „The Ukulele Orchestra of Great Britain“ auf 3Sat verpasst und wie ich die Geburtstagsgala für Dieter Thomas Heck bis zum Ende gesehen haben (was musste ich weinen, aus verschiedenen Gründen!), kommt das Orchester nun hier auf diesem Blog kurz zum Ton, dem Blog, das tief in der Tradition aller Zwergengitarren steht und die Freunde der Ukulele eng an seiner Seite weiß. Die Musikerinnen und Musiker von der Insel erfreuen uns mit dem geliebten Untertones-Klassiker „Teenage Kicks“. 2008 kann kommen.

Helm ab, Helm auf

Zu Levon Helm gäbe es noch was zu ergänzen: Der einzige Nicht-Kanadier der „Band“ wuchs in Arkansas auf. Sein erstes Live-Konzert erlebte er als Sechsjähriger – es war ein Auftritt von Bill Monroe und seinen Blue Grass Boys. Heute ist Helm 67, doch angeblich hat sich ihm das Erlebnis damals eingebrannt. Vielleicht hat er dadurch auch Feuer für die Mandoline gefangen. Jedenfalls taucht er auf Fotos öfters mit unserem Lieblingsinstrument auf. Helm lädt immer wieder zu Live-Shows in sein Studio in Woodstock, eine exklusive Geschichte, klein und fein. Die Reihe läuft unter dem Namen „The Midnight Ramble Sessions“ und hatte bisher schon große Namen zu bieten: Auf der Gästeliste stehen so unterschiedliche Künstler wie Dr. John, Emmylou Harris, Donald Fagen und Elvis Costello. Und was uns freut: Das Label der Sessions ziert eine hübsche Mando (siehe hier)! bandlogo.gifBrav, sehr brav. Kostproben seines jüngsten Albums „Dirt Farmer“ gibt´s auf der MySpace-Seite von Levon Helm, ziemlich erdiges Zeuchs. Und um auch ein paar bewegte Bilder zu liefern, hier Helms Band und „Ashes of love“, mit dem Chef an der Mando.

Drei Mandos im Dreivierteltakt

Die neuen Kalender liegen schon bereit, bald wird der letzte Walzer des Jahres 2007 getanzt sein. Und damit hätte ich die perfekte Überleitung geschafft auf den Film „The Last Waltz“ von Martin Scorsese, der das finale Konzert von „The Band“ im November 1976 dokumentiert. Gestern sah ich den Streifen nach ich weiß nicht wieviel Jahren nochmal auf DVD und entdeckte Mandolinen in mehrfacher Form: Robbie Robertson spielte eine Gibson nach Art einer ES 335, aber daran klebte ein zweites kleines Instrument – eine Gibson-Mando! Man kennt sowas ja von Led Zep und der doppelhalsigen Gitarre von Jimmy Page. Aber Mando und E-Gitarre kombiniert in einem Instrument kannte ich bislang nur von Eric Bazillian, Mandoman der „Hooters“. Damals, in den 70ern, trugen die Gibson-Mandolinen ja den von den Gitarren bekannten Gibson-Schriftzug auf der Kopfplatte. Heutzutage prangt da ja das verschnörkelte historische Logo.

Die zweite Mando gab´s bei „Evangeline“, dem Stück, bei dem Emmylou Harris mit von der Partie war. Gespielt wurde die elektrifizierte Bluegrass-Mando von Levon Helm, dem Schlagzeuger der „Band“! Schlagzeuger, die Mandoline spielen: gibt´s auch nicht so oft. Aber Bassisten, die Gleiches mit der Fiddle tun, auch nicht – der 1999 gestorbene Rick Danko machte eine der wenigen Ausnahmen. Tja, und dann gab´s noch den Mando-Part im Titelstück „The Last Waltz“, auch nicht so unwichtig. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Mandolinen in der Rockmusik eine immer wieder vorzeigbare Rolle gespielt haben, nicht nur bei REM und Led Zep. Klugscheißen aus.

Erfolgsbilanz 2007

Na? Wie war´s? Wieviele F5s lagen unter Euren Bäumen? Zufrieden? Der Bundesverband der Musikalienhändler Deutschland, Sektion Bluegrass, Untersektion Mandolinen, Subsubsektion Instrumente jedenfalls war vom Weihnachtsgeschäft begeistert: In der Saison 2007 wurden neun Gibson F5 verkauft, 37 F5s von Weber, 56 F5s von Kentucky und 6342 Stück „Jack & Denny“-Mandos. Ihr glaubt kein Wort? Recht so. Man soll Weihnachten außerdem nicht lügen. Darum hier Schlussstrich.

Baumelnder Mandoschmuck vom Heiligen Claus

Er sitzt ein bisschen nah am Mikrofon, manchmal zerrt´s doch ordentlich, aber sonst spielt uns der „Fiddlemon“ auf zur Weihnacht. Natürlich so ´nen Ami-Scheiß: „Santa Claus is coming to town“. Das ist immerhin nicht kitschig, der Knabe swingt sich in die stille Nacht. Mehr muss heute nicht sein. Alles andere wäre zuviel. Beschallung war allerorten in den jüngsten Wochen. Da bin ich für so einen einsamen Swinger dankbar. Vor allem, weil man ihm – anders als dem Weihnachtsgedudel – entgehen kann. Einfach nicht auf Play drücken. Und dann Weihnachten feiern. Und morgen frage ich dann ab, wer alles eine neue Mando bekommen hat oder ein neues Tailpiece oder wenigstens neue Saiten oder eine Mando-Brosche. Ach so: Hinter diesem Link verbirgt sich die von Banjospielern vertretene und hier auch demonstrierte Ansicht, dass sich Mandolinen vor allem als erstklassiger Christbaumschmuck verwenden lassen. Aber dass die beiden Typen was genommen haben, merkt man spätestens an dem völlig psychedelischen Banjosound im Solo – und das zehn Jahre vor 1969. Einen schönen Heiligen Abend!

Aufs Holz klopfen

Ja, ich wiederhole mich. Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier ein Loblied auf hohe Handwerkskunst singe. Aber es ist immer wieder faszinierend, den Könnern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Diesmal sind wir bei einem Meister Eder zu Gast, der ohne die Störungen eines Kobolds in seiner Werkstatt herrliche F-Mandolinen baut. Und weil früher in der Adventszeit das Fernsehen immer Mehrteiler brachte, will ich in die Bresche springen und einen Dreiteiler anpreisen, der zwar nicht alles zeigt, aber vieles. Es geht um den Instrumentenbauer John Sullivan und darum, wie er eine F-Mando herstellt. Drei Filmchen gibt es dazu auf Youtube. Den ersten bekommt Ihr hier geliefert, die beiden weiteren Teile werden auf der Youtube-Seite meist automatisch angezeigt. Falls nicht, diese Links benutzen: Teil 2 und Teil 3. Allein wie der Mann auf die Tonhölzer klopft: dieser grundverschiedene Klang …

Perlen der Baukunst

So manchem geht an Weihnachten das Herz auf, wenn er alte Fotos betrachtet. Diese Bilder von tief verschneiten Dörfern mit einem einsamen Wanderer auf seinem Weg. Ein kleines Häuschen im Schnee und einer Katze davor. Deutsche Weihnacht eben. Wie kaum jemand von uns sie erlebt, weil es an den Feiertagen meistens regnet. Sollte das auch dieses Jahr wieder der Fall sein, schaut Euch doch mal ein paar Fotos im Internet an. Nein, nicht die mit den Mädels! Die mit den guten alten Mandolinen der Firma Gibson, unerschwinglich, aber schön. „The Mandolin Archive“ präsentiert sie alle in Wort und Bild, mit dem Schwerpunkt auf der Zeitspanne 1900 bis 1945. Ein Paradies für uns Mando-Spanner.

Schmutzige Wäsche

Was hat das amerikanische Magazin „Dirty Linen“ mit dem deutschen „Folker“ gemeinsam? Beide erscheinen alle zwei Monate und beschäftigen sich mit Folk, Roots- und Weltmusik. Ja ist das denn das gleiche Heft, am Ende? Nein, das eine ist in Englisch. Aber auch sonst gibt es Unterschiede. Denn in den USA stehen Mandolinenspieler eher im Mittelpunkt als in Europa. Das mag ein Grund dafür sein, warum der Titelheld des noch aktuellen Dirty-Linen-Hefts Nr. 133 Tim O’Brien ist. Im Web gibt es nur ein Appetithäppchen zu lesen, wer mehr will, muss kaufen. Aber alles andere wäre ja auch Unfug – von Verlagsseite.

Beim Durchblättern des Archivs stellt sich heraus, dass auch in der Vergangenheit gelegentlich Mandolinenhelden für Titelstorys gut waren: Andy Statman und Ricky Scaggs zum Beispiel. Außerdem gab´s in jüngster Zeit Artikel über David Grisman, die englische Basslegende Dave Pegg und den genialen Produzenten Joe Boyd, der beispielsweise bei Nick Drake , The Who und Joan Armatrading die Regler führte. Boyd hat übrigens ein vielfach gelobtes Buch geschrieben, das auch auf Deutsch erhältlich ist: „White Bicycles„. Und wenn es nicht schon so kurz vorm Fest wäre, könnte ich es noch als Geschenktipp anpreisen. Das macht stattdessen Brian Eno: „Ein fesselndes Stück Sozialgeschichte und das beste Buch über Musik, das ich seit Jahren gelesen habe.“ Außerdem gibt´s eine CD mit einem Querschnitt durch Boyds Schaffen.

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Ständer oder Streit?

Die Welt kann doch gerecht sein: Jener Bauer aus Niederbayern, der diesen genialen Weihnachtsbaumständer mit den vier Klammern erfunden hat, ist tatsächlich damit reich geworden! Das durfte ich heute der Tagespresse entnehmen. Oft ist es ja so, dass geniale Erfinder konsequent von der Industrie ignoriert werden und entmutigt in der Versenkung verschwinden. Oder ihnen klaut einer die Idee, bevor sie selbst sie zum Patent anmelden konnten. Also will ich Klaus Krinner aus der Nähe von Straubing gratulieren zu seinem Ständer! In vielen deutschen Haushalten wird dadurch an Heiligabend wesentlich weniger geflucht als früher.

Ob der geniale Instrumentenbauer Lloyd Loar in seinen zwei Jahren bei Gibson, in denen er unser geliebtes F-Modell erfand, auch reich geworden ist? Würde er heute noch leben (starb aber 1943) und hätte er seit den Zwanzigern keine Mandoline mehr gebaut, käme er wahrscheinlich gut über die Runden. Wikipedia berichtet, dass Chris Thile eine von Loar signierte F5 aus dem Jahr 1924 gekauft hat – zum unglaublichen Wert von 200.000 US-Dollar. Da möchte ich mit dem Alt-Kommunarden Kunzelmann ausrufen: „Frohe Ostern, Du Weihnachtsmann!“

Prima Geschenke #6

Manches scheint in Deutschland schwer erhältlich zu sein. Zum Beispiel solide Mandolinenständer. Gitarrenteile sind fast immer zu groß. Violinenständer gibt es zwar, aber denen fehlt oft eine Halterung für den Hals. Und die will ich ja haben, sonst kippt das gute Teil bei einem Stoß von der Seite ruckzuck um. Bei Ebay hab ich mir mal ein Teil gekauft, das alles versprach: schön klein, Sicherung am Hals. Aber das Ding ist klapprig und wacklig. Doch Martin Hense preist jetzt einen Violinenständer von Hercules an, der wahren Luxus für Bühnen-Mandos verspricht – sieht alles sehr solide aus. Und die Dinger kann man auch fein zusammenklappen, das weiß ich von einem Gitarrenständer des gleichen Herstellers. Wenn mir jemand sowas schenken würde – ich weiß nicht, was ich täte.

Der Musikant, ein Wrack

Weihnachtsfrieden. Der Zahn nervt. Der Kopf schmerzt. Verspannter Nacken. Rückenschmerzen links. Wrack. Wieviel Schuld trägt das Mandoline spielen? Haltungsfehler, Musikerkrankheiten sind ja bekannt. Ich such mir einen Turnlehrer. Einen der allerersten Güte, der vor allem Bescheid weiß über muskuläre Viskationen der oberen Mandolien. So geht es doch nicht weiter. Gymnastikstunden für Mando-Spieler werden hier nirgends angeboten. Zu den Geigern kann ich nicht gehen, die halten das Ding schließlich ganz anders. Gestern auf dem Weihnachtsmarkt einen Keyboardspieler gesehen. Der drückte auf einen Knopf, dann spielte das Ding allein, mitsamt Riesen-Chor. Der konnte in aller Ruhe zum Singen nach vorn ans Mikro treten. Der hat bestimmt keine Rückenprobleme, es sei denn vom Buckeln vor der Softwareindustrie. Im Alter werden wir alle zu Keyboardern.

Prima Geschenke #5

Nein nein, das wird nicht einreißen. Aber kurz vor Weihnachten kann man einem lieben früheren Kollegen doch mal einen Gefallen tun. Es geht um Volker Kutscher und seinen Krimi: „Der nasse Fisch„. Das Buch handelt nicht, wie man hier vielleicht vermuten könnte, von einem Mord im Bluegrass-Millieu, sondern das Ganze spielt im Berlin der späten Weimarer Republik. Volker hat alles penibel recherchiert und lässt seinen Kommissar Gereon Rath in der untergegangenen Reichshauptstadt mit viel Zeitkolorit ermitteln. Ich kann das jetzt nicht aus eigener Erfahrung empfehlen, weil ich auch kein ausgemachter Krimileser bin. Aber vielleicht möchte ja jemand mal den Krimi eines Autors verschenken, der noch nicht in aller Munde ist. Wer weiß, wie weit es der Knabe und sein Kommissar noch bringen werden.

Und wo ich schonmal beim Fremdgehen in anderen Genres und bin und dabei, den lieben Kollegen Aufmerksamkeit zu schenken, hier noch ein Hinweis auf das „lesenblog“ von Joachim Braun, Redaktionsleiter beim „Tölzer Kurier“ im tiefen Bayern.  Er stellt so allerhandlei Bücher vor, die er sogar selbst gelesen haben soll und meistens für gut befunden hat. Vielleicht ist da ja noch was für Euch bei. Der gute Mann wohnt übrigens in Wolfratshausen, wo es ja nun doch auch jemanden gibt, auf den hinzuweisen in diesem Blog komplett erlaubt ist – einer der wenigen deutschen Instrumentenbauer, der sich auch an eine F-Mandoline rangewagt hat: Besuch bei Johannes Striebel.

When The Women Get In Power

Was originelle Songtitel angeht, bietet Bluegrass ideale Vorbilder. Manche sind voller Witz, andere voller Bitterkeit (siehe auch die Überschrift). Auf jeden Fall ist sofort klar, um was es in zwei bis drei Minuten gehen wird. Hier kommen vier meiner Favoriten, allesamt Klassiker des Genres: 1) Mother´s Not Dead, She´s Only Sleeping; 2) Find ´Em, Fool ´Em And Leave ´Em Alone; 3) Who´s Calling You Sweetheart Tonight; 4) I´m Coming Back But I Don´t Know When. Und das spielt jetzt hier eine typische Bluegrass-Band: Dan Paisley & Southern Grass. Bitteschön.

Prima Geschenke #4 oder: Ein Wort an die Damen

Viel zu wenige Menschen lassen sich heute noch gern zu Weihnachten überraschen. „Unliebsam“ gilt vielen als das Wort der Stunde, vor allem in Kombination als „unliebsame Überraschung“. Trotzdem ist es doch viel spannender, wenn man sich die Geschenke nicht längst vorher selbst ausgesucht hat. Daher hier ein Wort an die Ehefrauen, Freundinnen, Lebenspartnerinnen unserer Mandolinenspieler, die ihren Männern mal wieder freudiges Erstaunen ins Gesicht zaubern möchten.

An sie die Empfehlung: Verlässt der Mann in der Vorweihnachtszeit das Haus für längere Zeit (Arbeit, Geschenke besorgen, Bandproben), ist Eure Stunde gekommen! Viel zu oft habt Ihr Euch über die Schmucklosigkeit der Instrumente geärgert. Nun bietet sich Gelegenheit, beispielsweise mit dem Heißluftfön ein wenig Lack von der Decke abzutragen und die Stelle mit Motiven aus der Bauernmalerei zu verschönern. Oder mit Hilfe eines Lötkolbens die Initialen des Liebsten mit wunderbarster Schönschrift ins willige Holz einzubrennen. Oder die Mandoline jahreszeitlich typisch zu dekorieren: Kunstschnee aufsprühen, einen kleinen Schneemann aufkleben, ein Sternchen hier, eines dort. Oder Ihr taucht das gesamte Instrument in ein Zimtbad – ach, dieser herrliche Duft! Ihr seht, es bedarf gar keiner großen Mittel, um die unattraktiven Mandos Eurer Männer ein wenig aufzupeppen. Sie werden es Euch unterm Baum danken. So oder so.