Drei Mandos im Dreivierteltakt

Die neuen Kalender liegen schon bereit, bald wird der letzte Walzer des Jahres 2007 getanzt sein. Und damit hätte ich die perfekte Überleitung geschafft auf den Film „The Last Waltz“ von Martin Scorsese, der das finale Konzert von „The Band“ im November 1976 dokumentiert. Gestern sah ich den Streifen nach ich weiß nicht wieviel Jahren nochmal auf DVD und entdeckte Mandolinen in mehrfacher Form: Robbie Robertson spielte eine Gibson nach Art einer ES 335, aber daran klebte ein zweites kleines Instrument – eine Gibson-Mando! Man kennt sowas ja von Led Zep und der doppelhalsigen Gitarre von Jimmy Page. Aber Mando und E-Gitarre kombiniert in einem Instrument kannte ich bislang nur von Eric Bazillian, Mandoman der „Hooters“. Damals, in den 70ern, trugen die Gibson-Mandolinen ja den von den Gitarren bekannten Gibson-Schriftzug auf der Kopfplatte. Heutzutage prangt da ja das verschnörkelte historische Logo.

Die zweite Mando gab´s bei „Evangeline“, dem Stück, bei dem Emmylou Harris mit von der Partie war. Gespielt wurde die elektrifizierte Bluegrass-Mando von Levon Helm, dem Schlagzeuger der „Band“! Schlagzeuger, die Mandoline spielen: gibt´s auch nicht so oft. Aber Bassisten, die Gleiches mit der Fiddle tun, auch nicht – der 1999 gestorbene Rick Danko machte eine der wenigen Ausnahmen. Tja, und dann gab´s noch den Mando-Part im Titelstück „The Last Waltz“, auch nicht so unwichtig. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Mandolinen in der Rockmusik eine immer wieder vorzeigbare Rolle gespielt haben, nicht nur bei REM und Led Zep. Klugscheißen aus.

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