Mittel gegen Neujahrsblues

Komisch, so ein Jahreswechsel. Im Grunde ist doch ein Tag wie der andere. Aber kaum steht eine neue Jahreszahl auf dem Kalender, stellt sich bei vielen großes Grübeln und Sinnieren ein. Plötzlich taucht die Sinnfrage auf, als ob sie uns zusammen mit dem ersten Kalenderblatt entgegenspringen würde. Müsste mit dem neuen Jahr nicht auch frische Energie strömen? Essig! Bei aller Verschiedenheit scheint der Neujahrsblues ein weltumspannendes Phänomen zu sein, bezogen auf Leben, Arbeit, Freizeit – auf alles eben. Mein Mandolinenfrust war jetzt nicht so stark wie schonmal, aber so ganz ohne ging es auch nicht ab. Da taucht aktuell im Mandolin Café ein Beitrag des Journalisten und Freizeitmandolinisten Bill Graham auf, der sich des Themas Instrumentenfrust annimmt und eingeht auf all die Selbstvorwürfe, warum man immer noch nicht besser spielt und immer noch keine Musiktheorie beherrscht und immer noch keine neuen Tunes in Angriff genommen hat. Und er zeigt, dass die Virtuosen der Szene nichts sind ohne die ganzen Hobby-Bluegrasser rund um den Globus. Denn anders als in der Pop- und Rockmusik musiziert der Großteil des Bluegrass-Publikums selbst. Und wenn alle Freizeitsambushsundchristhiles aufgeben würden, käme kaum noch jemand zu deren Konzerten. Auch mal gut zu hören.

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