Der Alois wird´s schon richten

Ob Alois Kleewein wohl einen Businessplan geschrieben hat? Es ist jedenfalls interessant, womit der Grazer Geld verdient: mit einem Transkriptionsservice! Wenn unsereins ein Liedchen spielen möchte, aber sackfaul ist oder sonstwie nicht in der Lage, sich die Noten selbst rauszuhören, kann er dem Alois das Lied per Mail senden und der erledigt dann den Rest. Seine Dienste bietet er für Mandoline, Gitarre und Bass an. Auch wer nur die Akkordfolge für einen Song benötigt, kann sich von dem Österreicher helfen lassen. Abgerechnet wird nach Anzahl der Takte. Der Alois gibt vorab einen Höchstpreis an, den er nicht überschreiten wird (vielleicht unterschreiten?). Und das alles betreibt der Bluegrass-Liebhaber natürlich weltweit und in Englisch. Ausschließlich der österreichische Markt wird ihn wohl kaum ernähren können. Ich vermute mal, dass er auch sonst nicht davon leben kann und noch eine Ehefrau braucht, die Lehrerin ist oder sowas. Andererseits: weiß man´s? Der richtige Mann am richtigen Ort für musikalische Analphabeten oder solche, die es gern bequem haben.

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Ein Gedanke zu „Der Alois wird´s schon richten

  1. Der Alois lebt zu exakt 10% davon und er macht diese Arbeit sehr gerne – so gerne, dass er seinen Industie-Ingenieursjob auf 80% gekürzt hat, um einen Tag der Woche Zeit dafür zu haben! Zu seinen Kunden zählen amerikanische Magazine (Flatpicking Guitar Magazine, Guitar), Verlage und private Kunden. Die Magazine drucken die Noten zu den neuesten CDs der Künstler ab, die Verlage machen die Notenbücher für die ganze CD und die privaten Kunden suchen ganz einfach einen Weg, ihr Lieblingssolo, das nirgends abgedruckt ist, zum Einlernen oder Nachspielen aufbereitet zu kriegen.

    Das ist eine schöne Arbeit, und da hat Alois auch das Gefühl, dass er was sinnvolles macht, dass er mit seinen Talenten anderen Freude bereiten kann. Und dass er das, was er auf die Welt als Geschenk mitbekam, bereitwillig weitergeben kann, und mitunter manchmal sogar gratis, wenn ihm danach zumute ist – weil er sich’s leisten kann. Und weil er’s ganz einfach gerne macht, der Alois, Musiker mit Leib und Seele, viel lieber als seinen „anständigen“ Job, wo er er nur der Geschäftsführung und den Aktionären Freude macht wenn er unter dem Deckmantel „ratio“ wieder ein paar Leuten den Job wegnehmen kann.

    Eine Ehefrau hat er schon, der Alois, und die hat auch eine eigene Firma, die medizinische Transkriptionen für grosse Häsuer erledigt, mit inzwischen 2 weiteren Mitarbeitern. Diesen Businessplan hat er aber geschrieben, der Alois – schliesslich hat er doch was gelernt in seinem Wirtschafts- u. Technikstudium.

    Er ist schon ein seltsamer Kauz, diese Alois…

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