No No Depression

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Keine Ahnung, inwieweit sich das bereits rumgesprochen hat, aber bald wird ein renommiertes Magazin rund ums Thema amerikanische Roots-Musik nur noch Geschichte sein: Mit dem Erscheinen der Mai-Juni-Ausgabe 2008 verschwindet die Print-Ausgabe von „No Depression“ vom Markt. Im aktuellen Heft begründen die Herausgeber diesen Schritt mit stark zurückgehenden Anzeigenaufträgen und einer Krise der Musikindustrie – hier die ausführliche Erklärung. Es ist zwar geplant, weiterhin im Web zu erscheinen, die Site möglicherweise noch auszubauen, aber die drei Eigentümer sehen das kritisch: „Whatever the potentials of the web, it cannot be good for our democracy to see independent voices further marginalized. But that’s what’s happening. The big money on the web is being made, not surprisingly, primarily by big businesses.“ Im September 1995 war No Depression erstmals erschienen, ein Jahr lang vierteljährlich, dann alle zwei Monate. Wie ambitioniert das kleine Team ohne großes Geld gearbeitet hat (und noch arbeitet), zeigen verschiedene Awards. So belegte das Heft 2004 Platz 20 auf einer Liste der „Chicago Tribune“ mit den 50 wichtigsten landesweit erscheinenden Magazinen aller Genres. Aber von Lorbeeren allein lässt sich nicht leben.

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