Wahrer des Weltfriedens

Ach, wenn es den letzten Krieg nicht gegeben hätte! Verbringe einen Tag mit Banjospielern, und Du wirst Dich fragen, ob insgeheim sie es waren, die das Völkermorden angezettelt haben. Denn jedes dritte Wort bei Banjoisten lautet: „Prewar“. Von diesem Wort geht aller Zauber aus. Niemals hört man was von „Postwar“-Banjos. Diese deutliche Zäsur durch den Krieg, sie dient zur Orientierung wohl auch bei Gitarren. Ich meine, auch schon mal was von Prewar-Martins und -Gibsons gehört zu haben. Früher war eben doch alles besser. Bis auf den Krieg an sich. Hauptsache, es kommt nicht nochmal so einer. Das wäre nicht nur schlecht für die Menschheit, sondern auch für die Banjowelt. Denn dann wären ja Gibsons aus den übel beleumundeten 70er-Jahren plötzlich auch „Prewar“! Undenkbar! Allein deswegen bin ich mir sicher, werden überzeugte Banjofreunde alles dafür tun, um den Weltfrieden zu erhalten.

Wir Mandolinistas hingegen sind da gefährdeter – uns interessiert der Krieg nicht, wir schauen immer auf die 1920er-Jahre, Loar und so. Okay, das war natürlich auch vor dem Krieg. Aber irgendwo ist ja immer Krieg. Ist eigentlich vor dem 1. Weltkrieg auch Prewar? Im Sinne von Gibson? Und vor dem Ringen von 1870/71? Ach, das war ja Europa. Aber vor dem amerikanischen Bürgerkrieg Mitte des 19. Jahrhunderts? Das geht mir jetzt zu weit. Ich rufe mit der Friedensbewegung aus: Banjos zu Pflugscharen! Auweia! Darf mich nicht beklagen, wenn mir einer dieser Fellbespannten mal einen Virus ins Blog schießt.

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