Spannen und rubbeln

Manchmal stehe ich da und komme mir vor wie ein dummer Schuljunge. Ich erfahre etwas Neues und frage mich, ob es sich dabei nicht vielleicht um Allerweltswissen handelt, das sich nicht lohnt, weitergetragen zu werden. Das ich eigentlich längst hätte verinnerlicht haben müssen, weil es so profan ist. Oft kommt man aber nicht auf die einfachsten Dinge. Und jetzt schlage ich den Bogen hin zum EWOB-Festival und zu einer Pause zwischen zwei Mando-Workshops. Da bot sich Gelegenheit, bei Kevin Lynch und Jan Pals (Mandolinenspieler und -bauer aus NL) um Rat zu fragen. Bei meiner Mando verstimmen sich nämlich gern gleich nach dem Stimmen die beiden A-Saiten wieder. Warum nur, warum!? Tipp Nr. 1 kannte ich schon: Die Nut im Sattel mit Grafit einreiben, also mit einem Bleistift durchrubbeln. Dann gleitet die Saite schön, verhakt sich nicht und verhält sich stimmstabiler. Aber was Jan Pals als Tipp Nr. 2 parat hatte, kam mir doch deutlich so vor, als ob ich das längst hätte kennen sollen: Die Saite nie von oben nach unten auf den richtigen Ton stimmen, sondern immer von unten nach oben – also die Saite immer spannen, nie lockern. Keine Ahnung, wie viele das hier sowieso wissen und seit 100 Jahren tun. Aber ich hab´s mal weitergeleitet. Ihr dürft jetzt auch „Autoharp-Player“ zu mir sagen.

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