Beschwerden aus dem Koffer

In jüngster Zeit zog etwas Unernst ein in dieses Blog. Da höre ich es heute morgen in meinem Mandolinenkoffer leise klongeln. Ich öffnete und erblickte ein zerknautscht schauendes Instrument. Es hatte von den Witzen über Mandolinenregatten erfahren, mitbekommen, dass hier Fußballscherze getrieben wurden und natürlich gemerkt, dass ich es tagelang nicht angefasst habe. Was natürlich an beruflichem Engagement lag, aber wie willst Du das einer beleidigten Mando erklären? Sie reagierte, wie Saiteninstrumente meistens reagieren: verstimmt. Ich habe sie dann mit den zu diesem Zweck angebrachten Mechaniken gezwungen, sich zusammenzureißen und ordentliche Töne von sich zu geben. Aber letztlich forderte sie vor allem eins: Es möge wieder mehr Sachlichkeit einkehren ins Weblog. Ernsthafte Beiträge über Instrumente; Hinweise auf nützliche Webseiten; CD-Besprechungen – das wäre ja wohl das mindeste, schien sie mir bedeuten zu wollen. Okay, ich werd mich künftig am Riemen reißen. Auch wenn ich so ein Sommerloch-Gefühl habe und den Eindruck, das gerade nicht viel Aufregendes passiert. Meine Mando konnte ich immerhin beruhigen: Ich hab erstmal den Luftbefeuchter frisch befüllt und sie zurück ins Körbchen geschickt. Da liegt sie nun und wird erst wieder erwachen, wenn die Sonne zum Vorschein kommt. Und Deutschland Europameister ist.

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