Bären, Berge, Bluegrass

Hitze, Schwüle, Schweiß – doch was ist das? Da kommt mir etwas in den Weg, das mir sofort die Gedanken kühlt: Bluegrass in Alaska! Ja, selbst in diesem mächtigen Zipfel der Welt wird diese Musik gepflegt. In Achorage pickt Joe Page auf seiner Mando, lässt sich von einer überhaupt nicht üblen Band begleiten und nennt seine Debut-CD „Alaska Mando„. Darauf finden sich ausschließlich rein instrumentale Eigenkompositionen von „Alaskas Mandolinenspieler Nr. 1“, wie es in der Werbung heißt. Nun weiß ich nicht, wie viele Mandolinista es da oben gibt, aber er gehört sicher auch davon abgesehen zu den sehr guten Meistern seines Fachs. Und er liebt offenbar die Abwechslung, treibt sich mal im Bluegrass rum, dann schippert er in Dawg-Gewässern, dann in beschaulichen Folk-Teichen. Mit Greg Booth hat er außerdem einen ziemlich flotten Dobromann an seiner Seite. Kurzum: Die Alaskaner können sich auf dem Bluegrass-Markt sehen lassen. Inzwischen würde es mich auch nicht mehr wundern, wenn plötzlich herauskommt, dass ein bislang unentdeckter Mando-Virtuose auf Grönland lebt und mit seinem winterharten Bluegrass-Hobel im Iglu alte Innuit-Weisen abfeiert. „Suni Matekuu and his Eisklotz Mountain Boys“, oder so ähnlich.

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