Welche Gema hätten´s denn gern?

Die Sowjetunion ist zerfallen, die DDR seit bald 20 Jahren Geschichte, Grundig gibt es nicht mehr und die Dresdner Bank verabschiedet sich wohl auch. Aber ein behördenartiges Gebilde, vor dem viele Künstler und Veranstalter ohnmächtig stehen, schaltet und waltet wie eh und je: die Gema, genau: die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Grundsätzlich muss man sagen: Es ist gut und sinnvoll, dass es eine derartige Einrichtung gibt, die darauf achtet, dass Komponisten und Texter bekommen, was ihnen zusteht. Offenbar schießt die Gema aber öfters übers Ziel hinaus – glaubt man etwa der „Sonthofer Kultur-Werkstatt„, ist das Maß längst voll:

„Zahlreiche Veranstalter haben bereits aufgegeben, Vereine reduzieren gezwungenermaßen ihre Veranstaltungen und Künstler müssen immer öfter erfahren, dass gemapflichtige Musik nicht gespielt werden soll und darf. Manche Veranstalter sind dazu übergegangen, die GEMA-Gebühren den Künstlern abzuverlangen“, heißt es auf der Website der Werkstatt. Deshalb wenden sich Kleinveranstalter als Initiatoren jetzt mit einer Petition an die Bundesregierung. Daran kann sich jeder Künstler oder Veranstalter beteiligen: Ein entsprechendes Formular steht auf der Seite der Kultur-Werkstatt zum Download bereit. Das wird dann wohl wieder der sprichwörtliche Kampf von David gegen Goliath. Aber wer weiß. Man soll ja die Hoffnung auf Besserung nie aufgeben.

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