Nichts geht mehr ohne Eintänzer

Wenn man heute als Bühnenkünstler Aufsehen erregen will, muss man sich schon was überlegen. Als am vergangenen Samstagabend nach dem Mando-Workshop im alten Solinger Hauptbahnhof die dänische Folkrockband „Serras“ das erste Stück des Abends spielte, tauchte sofort vor der Bühne ein schlanker, in weiß gekleideter Mann auf, der sich sehr stark bewegte. Ein ehemaliger dänischer Verkehrspolizist, der nun als Eintänzer seinen Unterhalt verdient? Oder ein Verrückter aus dem Publikum? Nein, es handelte sich tatsächlich um einen professionellen Ausdruckstänzer, der sich als Meister für einen Tanzworkshop präsentierte. Dies wurde uns nach Stück eins erklärt. Aber warum nicht zur Bluegrassband einen Stimmungstänzer vor der Bühne auf und ab bewegen lassen? Könnte die Attraktion jeder Show werden. Bei den Iren tauchen ja auch plötzlich aus dem Nichts Tänzer oder Tänzerinnen auf, die munter herumhopsen. Tja, wer den Bluegrass ins 21. Jahrhundert führen will, der darf nicht schlafen.

Nach dem Serras-Stück enterte übrigens erstmal das „Trio Vibracao“ die Bühne, das in der neuesten Ausgabe der „Akustik Gitarre“ gefeatured wird. Nach dem Rupert Paulik mit Jesper mal wieder ein Mando-Spieler im Heft.

2 Gedanken zu „Nichts geht mehr ohne Eintänzer

  1. Ach, mich verwirrt das nicht. Aber wenn ich eines Tages plötzlich irgendwo vom „Oktett Vibracao“ lese, werde ich mich doch über die wundersame Musikervermehrung erregen.

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