Teures Heft aber auch!

Noch mehr Fetisch! Noch mehr Geschenke in Zeiten der Gruselschreckmichfurchtbarkrise! Bei Ebay USA werden die vergriffenen Hefte des „Fretboard Journal“ zu sensationellen Preisen verkauft. Für die Nummer 1 aus dem Winter 2005 mit David Grisman auf dem Titel wurden neulich 331 $ bezahlt! Für Nr. 2 waren es immerhin noch 157,50 $. Der Verkaufspreis des Einzelheftes in den USA liegt bei 15,95 Dollar. Gerade läuft eine Auktion des Sommerhefts 2008, in dem David Grisman ausführlich Chris Thile interviewt. Mal gespannt, bei welchem Preis die endet. Im Café wird schon heftig darüber verhandelt, wohin das bloß führen soll. Vielleicht leitet es auch zum Guten: Ein gewisser Daniel Nestlerode verkauft Heft Nr. 1 mit einem Autogramm Grismans für einen guten Zweck: Der Erlös soll Butch Baldessaris Krebsbehandlung finanzieren helfen – Ihr wisst, das Gesundheitssystem in den USA, jaja, aber bald kommen Obama und der Sozialismus, vielleicht gehören dann solch traurige Fälle der Vergangenheit an. Bei dieser Versteigerung kann man jedenfalls dem Fetisch folgen und dennoch Gutes tun. Handelt also egoistisch und gleichzeitig weihnachtlich. Anscheinend entwickelt sich das FJ zur Loar unter den Musikzeitschriften.

Ein Gedanke zu „Teures Heft aber auch!

  1. Ja, Butch Baldassari tut mir echt leid. Auch stllvertretend für alle Amerikaner, die krank werden und irgendwann nicht mehr wissen, wie sie die Behandlungskosten bezahlen sollen. Dann kommen wieder teure Instrumente auf den Markt. Ob diese Art der Vorsorge auch in Zeiten einer weltweiten Finanzkrise noch funktioniert? Ich befürchte, wir in Deutschland kommen auch noch dahin… Ein Altersvorsorge-Instrument habe ich aber leider nicht. Und, wenn ich es hätte, würde mir der erzwungene Verkauf noch zusätzlich das Herz brechen und für ein schnelleres Dahinscheiden sorgen. Heute freue ich mich in der Hinsicht mal noch, dass ich in Deutschland wohne. Amerika ist super schön – als Urlaubsziel. Oder zum leben, aber dann muss man Kohle haben. Und manche Amerikaner haben eben 331 $ für ein Heft. Vieleicht wäre die Summe schon mal eine Rate für Gesundheits- und Altersvorsorge gewesen?!

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