Mando-Kunst im Paket

Es steht, das Programm zum ersten Mandolinenfestival der „New Acoustic Gallery“ in Solingen, das am 29. und 30. August dieses Jahres stattfindet. Die Headliner waren ja schon bekannt: Mike Marshall (USA) und Caterina Lichtenberg (D). Außerdem auf der Bühne steht ein weiterer großer Name der US-Mando-Szene: Don Stiernberg, der im Trio spielen wird. Das Line-Up komplett machen das „Modern Mando Trio“ sowie das „Trio Vibracao„. Das genaue Programm findet sich hier. Der Eintritt beträgt je Tag 40 Euro.

Darüber hinaus werden einige Künstler für Workshops zur Verfügung stehen: Don Stiernberg am Samstag, Mike Marshall und Caterina Lichtenberg am Sonntag, wofür jeweils 60 Euro fällig sind. Wer die Matadore und ihre musikalische Ausrichtung kennt, weiß, dass sich die Kurse nicht in erster Linie an Bluegrasser wenden, sondern eher Jazz, Choro, Klassik im Mittelpunkt stehen. Vielleicht muss man aber gar nichts lernen wollen, sondern genießt es einfach, Virtuosen beim Lehren zuzuschauen. Mir würde vor Ehrfurcht sowieso die Mando aus den Händen fallen – ich spiel doch nicht vor Mike Marshall! Obwohl ich doch früher oft „Rauchende Colts“ geguckt habe und da war auch immer ein Marshall dabei, aber ich schweife ab …

mike_marshall_150 Zieh Deine Mando, Mr. Marshall!

Ein Gedanke zu „Mando-Kunst im Paket

  1. Ja, der Marshall, Matt Dillon hieß der. Und beide Marshalls sind bzw. waren schnell, wenn auch auf unterschiedlichen Gebieten.
    Bei dem Mando-Marshall und seinen genannten Kollegen steht ja offensichlich Jazz im Vordergrund. Genau wie die Bush´s und Thile´s dieser Welt haben die sich von den Wurzeln des Bluegrass wegentwickelt. Kann ich auch verstehen, das 10.000ste Mal Red haired boy oder blue moon of Kentucky sind bestimmt langweilig. Da braucht es neue Herausforderungen und Veränderungen. Schlagzeug, Elektronik, Elektrik, andere Musikgattungen auf die Mando übertragen, neue Instrumente hinzufügen usw.. Obwohl die zum Teil eine tolle Musik machen, finde ich es oft schade. Der Vorbildeffekt geht verloren, weil man das, was die dann tun, nicht mehr auf das eigene Schaffen übertragen kann und die Mucke auch für uns Mucker nur noch Konsum ist und keine Anregung mehrbietet. Andere Beispiele gibt es natürlich auch. Die Infamous Stringdusters z.B., die was neue machen oder auch wieder nicht. Moderne Songs, mehr als 3 Akkorde, mehr als einen guten Sänger, mehr als einen guten Instrumentalisten, Bewegung auf der Bühne… Und alles ist noch so weit nachvollziehbar, dass man als Musiker was mitnimmt. Gut dass die Welt (auch die Acoustic-music-Welt) so bunt ist.

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