In Kochs Suppe spucken

Hat jetzt nichts mit Mandoline zu tun, aber: Am 6. Dezember des vorigen Jahres war er auch hier bei uns in diesem Blog – der Nikolaus. Jetzt soll es dem ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aber an den Kragen gehen: Zwar will Intendant Markus Schächter dessen 2010 auslaufenden Vertrag verlängern, aber so einige Politiker aus dem konservativen Lager schießen massiv gegen Brender, allen voran Hessens Ministerpräsident Roland Koch, aber auch Berliner Politgrößen. ZDF-Verwaltungsrat Koch beruft sich auf die wichtige Funktion, die der Rat fürs Wohl des ZDF wahrnimmt. Hätten die entsprechenden Politiker ihre Aufsichtsratsfunktionen bei diversen Banken doch auch so ernst genommen! Da wäre ihre Einmischung auch deutlich angebrachter gewesen als nun im Falle ZDF. Von der Staatsferne des Rundfunks will da niemand mehr reden! War beim ZDF ja schon immer schwierig. Aber hier geht es doch überdeutlich um politische Einflussnahme solcher Sympathieträger wie dem gerade wiedergewählten Koch.

Kurzum: Man mag von Brender halten, was man will: Politiker jedenfalls sollen nicht darüber bestimmen dürfen, wer Chefredakteur einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wird oder bleibt. Sie sollen sich lieber um ihr ureigenes Geschäft kümmern (siehe Finanzkrise), statt in den Medien herumzustochern. Jedenfalls sammelt eine Initiative nun Unterschriften online, um sie kurzfristig an Intendant Schächter weiterzugeben. Näheres unter: „Brender muss bleiben„. Unterschreiben kann jeder. Also tut es bald. Lest auch den Kommentar von Stefan Niggemeier im FAZ.net. Und morgen dann wieder einige Takte Musik.

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