Picken gegen die Leere

Dass die Wirtschaftskrise in den USA härtere Folgen hat als hierzulande, lesen und hören wir fast täglich. Letztlich sind die Leidtragenden drüben aber weit weg, anonym und ohne Gesicht, zumal wir mit unseren eigenen Problemen kämpfen. Vielleicht habe ich mich deswegen erschreckt, als ich gelesen habe, dass „Mandolin Café“-Kolumnist Bill Graham nach 25 Jahren seinen Job bei der Tageszeitung verloren hat. Ob aus Gründen der Wirtschaftskrise oder den generell schwächelnden Zeitungsmärkten: Es tut weh, wenn ein Mando-Bruder schreibt, dass er sich derzeit fühlt wie eine Hülle ohne Inhalt. Das Gefühl der Leere und die Vorstellung, nutzlos zu sein, dürfte vielen hier nicht unbekannt sein. Aus der Situation herauszufinden, wieder Mut zu schöpfen und Energie zu entwickeln fordert unsere gesamte Selbstdisziplin. Da tut es bestimmt gut, Zuspruch zu bekommen. Deswegen hier Bill Grahams E-Mail-Adresse: bgraham@mandolincafe.com. Damit sich die Hülle nach und nach wieder füllt.

Der einzig positive Nebeneffekt: In dieser persönlichen Krise hat er erfahren, was ihm seine Mandoline und sein Spiel bedeuten und welche hilfreiche Wirkung Erfolgserlebnisse auf dem Instrument haben können. Das ist ein Hoffnungsschimmer, der hoffentlich weiterleuchtet – egal, was sonst passiert.

4 Gedanken zu „Picken gegen die Leere

  1. servus volker,
    ich glaube ich konnte gerhard pehland samstag abend davon überzeugen, daß es auch ausnahmen bei den mandospielern gibt.
    ich habe ihm die ohren wegtremoliert.
    grüße

    striebi

  2. Striebi, Du bist unser Held! Das einzige, was mich bedenklich stimmt: Wenn Banjospieler keine Ohren mehr haben (da wegtremoliert), klingt ihr Spiel dann nicht noch schlimmer als vorher? Frage ich mal besorgt.

  3. Also erstens mal, was heisst hier „noch schlimmer“🙂

    Zweitens sind Striebi und ich ja beide erklärte Buzz Busby-Fans und der Mann hat ja praktisch nur Tremolo gespielt und zwar vom Feinsten! Wenn alle so mandolieren würden, hätte sich mein Kommentar von der Banjoree auch erübrigt.

    Und drittens sollte Striebi schon alleine deshalb Euer Held sein, weil er als Einziger auf dem Gruppenfoto eine Mandoline in die Linse hält, zwischen den ganzen (noch) beohrten Banjisten.

    Gerhard

  4. Schlimme Anfeindungen mal wieder! Seid doch endlich friedlich, ihr Krachmacher aller Instrumentengattungen. Eine Veranstaltung wie das Banjoree ist vom reinen, zahlenmäßigen und vor allem akustischen Aufkommen des Banjos, auch für die meisten Spieler dieses Instrumentes ein wahrer Graus. Das würde jedoch für ein „Mandoree“ genauso, wenn nicht sogar „erst recht“ gelten.

    Wie ich leider immer wieder feststellen muss, sind Mandolinenspieler oft eine ziemlich intolerante Spezies. So schlimm auch 76 Banjospieler auf einen Haufen sein mögen, habe ich noch keinen Banjoisten in der Öffentlichkeit über seine Mitmusiker schimpfen hören – obwohl es dazu oftmals Grund gäbe. Jaja…., ich weiß schon: Wenn die sich beschweren würden, würde ja selbst aus Mitleid keiner mehr mit ihnen musizieren…?! Kleine, hölzerne Bluegrassterroristen seid ihr! Ich hacke jetzt diese Seite und werde die ganzen Beleidigungen löschen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s