Gefahren frischen Holzes

Der Mai ist fast gekommen, und bekanntlich schlagen dann die Bäume aus! Besitzer blutjunger Mandolinen aus Fernost sollten in diesen Tagen gut aufpassen. Denn manchmal kann das Holz der Instrumente noch so frisch sein, dass an der ein oder anderen Stelle ein Zweiglein hervorbricht. Normalerweise begrüßen wir knospendes Leben mit Hurra!-Rufen. In diesem Fall aber sollte man den Trieb gleich abknipsen. Denn täte man das nicht, würde aus dem scheu hervortretenden Gewüchs bald ein großer Baum, an dem irgendwo die Reste der Mandoline hängen, die doch der Ursprung der Pflanze war. Bin ich froh, dass mein Instrument schon so viele Jahre auf dem Buckel hat, da wird nichts mehr keimen. Ihr anderen aber wappnet Euch! Wenn es zu sehr sprießt, hilft nur noch Vernichtungsmittel aus dem Baumarkt. Aber vorher aufs Etikett gucken, ob sich das Spritzzeugs mit der empfindlichen Nitrocellulose-Lackierung Eurer Mando verträgt! So, genug Unfug für jetzt, ich wünsche einen guten Rutsch in den Mai und viel Spaß an einem langen musikreichen Wochenende.

Ein Gedanke zu „Gefahren frischen Holzes

  1. Gut, dass Sie darauf hinweisen. Ich hatte es ganz vergessen: Vor Jahren fingen meine Holzschuhe (Klompen) plötzlich an zu blühen und hier und da sproß ein Sproß. Da es auch nach innen sproß, konnte ich die geliebten Holzschuhe bei der Gartenarbeit nicht mehr tragen. Nunja, sie dienten denn noch jahrelang als Wandschmuck, bis ich sie dann in einer kalten Winternacht in den Kamin steckte. Auch ich wünsche Ihnen ein unendlich langes Wochenende, viel Mucke und natürlich eine perfekte Walpurgisnacht,
    Müllerborn

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