Bei den Tonring-Meisterschaften

Fröhlich zogen die Banjo-Klänge gegen die aufsteigenden Hänge des Sauerlandes, bei gesegnetem Wetter trafen sich die Tonring-Freunde am vergangenen Wochenende zum „Banjoree“ in Hagen-Berchum.  Zwischen den Pickern verloren sich auch einige Strummer und Chopper, so musste ich mich nicht fehl am Platze fühlen. Allerdings wartete Blog-Leser G. Pehland mit Kritik an Mandolinenspielern auf: die könnten nur Fiddle-Tunes und wären überfordert, wenn sie mal ein schönes Solo für ein Lied erfinden müssten! Was natürlich eine bodenlose Frechheit ist und ich hätte ihm augenblicklich sein Banjo-Fell über die Kopfplatte ziehen müssen! Aber einmal ist der Gerhard ja ein netter Kerl, zum zweiten liest er nach eigener Auskunft immer dieses Mando-Blog und drittens hatte er sein Banjo gar nicht in der Hand, als er die Frechheiten losgelassen hat. Oder sollte doch was dran sein? Halten sich viele Mandolinista übermäßig an Tunes auf und hängen dann dran fest? Eine gesellschaftlich relevante Frage, die ich mal an Volker Panzer weiterschicken werde, der sie dann in seinem ZDF-Nachtstudio ausführlich behandeln kann. Für Euch hier im Mando-Blog in der Zwischenzeit ein Foto vom Wochenende: lauter fröhliche Banjofritzen!

banjoree2009 Für die Gitarren-Freunde: Ganz rechts steht Wayne Henderson.

4 Gedanken zu „Bei den Tonring-Meisterschaften

  1. Sagen wir mal so:

    1. Man sollte sich schon mit beidem beschäftigen.
    2. Auch bei den Banjo-Spieler gibts bestimmt welche, die kein ordentliches Lied-Solo hinbekommen
    3. Warum gibt es eigentlich diese Rivalitäten zwischen Banjo-Spielern und normalen Leuten.
    4. Jedes verhauene Mando-Solo klingt immer noch besser … na lassen wir das!

  2. Im SInne einer Rivalität war es überhaupt nicht gemeint, eher im bedauernden Sinne. Volker hat meine leicht überspitzte Aussage leicht verkürzt wiedergegeben.

    Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel und ja, solche Banjospieler gibt es auch.

    Im konstruktiven Sinne finde ich halt, dass angehende Mandolinenspieler nicht nur Fisher’s Hornpipe, Whiskey before Breakfast, St. Anne’s Reel, Sailor’s Hornpipe, Blackberry Blossom & Co. angehen sollten, sondern auch mal so etwas wie Blueridge Gabin Home. Zumindest wenn sie Bluegrass-Mandoline spielen wollen, denn Bluegrass ist selbst für mich als Nichtsänger (ein Segen für die Welt) hauptsächlich eine Vokalmusik. Old Time ist natürlich wieder was anderes. Ausserdem gibt es auch im Bluegrass kraftvolle Mando-Instrumentals, zum Beispiel von Herrn Monroe. Die gefallen mir persönlich besser als manche der oft gespielten Fiddletunes.

    Genausowenig wie „normale Leute“ (über den Ausdruck sehe ich mal hinweg🙂 bei Jams immer nur Foggy Mountain Breakdown, Foggy Mt. Special und Earl’s Breakdown spielen wollen, will ich nicht immer einen Fiddletune nach dem anderen spielen. Am liebsten begleite ich sowieso Gesang.

    Punkt 4 ignoriere ich einfach mal🙂

    Im Sinne eines gedeihlichen Zusammenspiels aller Instrumente verbeleibe ich hiermit und so…

    Gerhard

  3. Hätte ich noch viel viel deutlicher dazu sagen müssen, dass Gerhard mächtig seine Augen zwinkern ließ, als er das gesagt hat? Der Mann ist doch kein Unmensch!

  4. Da sind wir uns doch mal wieder völlig einig!

    Bluegrass heißt nunmal

    – Banjo
    – Mando
    – Gitarre
    – Fiddle
    – Bass
    – Dobro
    – Gesang

    Und: man spielt miteinander und nicht gegeneinander! Ich freue mich auf die nächste Session mit Gesang, Fiddletunes und Bluegrassinstrumentals! Und die Krönung werden wieder die Soli bei den Liedern!

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