Das Testen der Picker

Es begann mit einem stinknormalen Plektrum, das herumlag – keinesfalls 1 mm stark, irgendwas von Dunlop. Dann die Seite im Netz, wo geraten wurde, Plecs von einem Kaliber nicht unter 1.0 zu verwenden und nicht mit der Spitze, sondern der runden Seite zu spielen. Dann empfahl mir mein erster Mandolinenlehrer Chris Thile auf seiner DVD ein hartes Triangel-Pick Marke Dunlop, wenn ich recht erinnere. Was ich von da an nicht alles versucht habe! Dicke Picks von Clayton stahlen mir genauso den guten Ton wie diese „Dawg“-Brummer, es folgten Versuche mit dünneren Claytons, was besser funktionierte, aber immer noch nicht der Weisheit letzter Schluss war. Mir ging aber die Probiererei auf den Keks. Schließlich las ich in einem Interview mit Thile, dass er das TF 140 von Wegen (vonwegen, haha!) nutzt. Naja, dachte ich, die 15 Euro für zwei Stück investiere ich jetzt noch, aber dann reicht´s auch. Glücklicherweise kam ich mit den Dingern sehr gut zurecht und auch der Mando-Ton kam sehr gut zur Geltung. Seitdem habe ich mit denen gespielt und befand mich sozusagen im HiFi-Bereich.

Dann kreuzte noch das Wegen M 150 meinen Weg, aber ich glaube, diese abgerundeten Dinger liegen mir nicht – viele Mandospieler bevorzugen dagegen genau diese Form. Letztlich geht es aber doch um eine sehr individuelle Entscheidung. Ja, und jetzt probiere ich immer wieder mit den Picks der Marke Blue Chip herum. Und da ich mit dem Wegen schon im HiFi-Bereich war, geht es in Bezug auf den Ton für mein Empfinden jetzt nur noch um Nuancen im High-End-Gefilde. Ich denke, dass die Kentucky mit den TADs und TPRs aus Knoxville auf den hohen Saiten eine Spur brillianter klingt. Und es gibt sicher Einsatzgebiete, wo es gerade darauf ankommt – Aufnahmen beispielsweise. Ob sich dieser Vorteil bei Live-Konzerten spüren lässt, sei dahingestellt. Viele loben den Klang, der genauso sei wie mit original Schildpatt. Moi hat aber nie ein Plektrum aus echtem Tortoise gespielt, da fehlt mir also der Vergleich. Aber es kommt bei Plektren ja nicht nur auf den Ton an, sondern ebenso auf Handhabbarkeit und Haltbarkeit. Fortsetzung folgt also. Genau in diesem Kino.

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2 Gedanken zu „Das Testen der Picker

  1. Ja, der Mensch sucht sein Leben lang. Nach dem richtigen Partner, der richtigen Arbeit, dem richtigen Hobby, und, und, und…

    Und der Saiten-Musiker, im Speziellen der Mando-Quäler, sucht eben nach dem richtigen Plektrum.

    Wenn du denkst, du hast es gefunden, kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo du dir wieder die Frage stellst: Gibt es nicht noch was besseres? Ein Plektrum, mit dem die Mando besser klingt, das besser in der Hand liegt, mit dem du noch schneller bist?

    Und wieder kommt die Probierphase.

    Und da gibt man auch schon mal 15 € aus.

    Ich hab jetzt eine Gruppe von Pleks, jedes anders, jedes in bestimmten Bereichen gut. Welches ich nehme, ist auch vom Tag abhängig. Wie fit ich gerade bin usw. Und alle Pleks sind selbst hergestellt. Geht doch !!!

  2. Pingback: Der Blue Chips letzter Schluss « Doppelstopp

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