Willy streunt nicht mehr

Am 6. August ist Willy DeVille gestorben, nicht ganz 59 Jahre alt. In diesem Jahr hatte er eine große Tournee geplant, dann erkrankte er im Februar an Hepatitis C. Das Ende vom Lied: Bei ihm wurde Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Was für ein schräger Typ, was für eine charakteristische Stimme! Auf jeden Fall bedeutet sein Tod ein Original weniger in der Musikszene. Mehrere Rockklassiker gehen auf sein Konto, etwa „Spanish Stroll“ oder „Cadillac Walk“. Die meisten werden das Latino-Stück „Demasiado Corazon“ kennen. Nun handelte es sich bei Willy bekannterweise nicht um einen Mandolinenkünstler, er hat das Instrument aber immer wieder mal in seine Musik eingebaut, etwa auf „Backstreets Of Desire“. Allerdings nicht auf der LP, die mir von seinen Werken am meisten am Herzen liegt: „Coup de Grace“ von 1981. Am liebsten hätte ich hier „Just Give Me One Good Reason“ als Reverenz-Video reingestellt, ich hab´s aber nicht gefunden. Also muss „Maybe Tomorrow“ herhalten, ebenfalls von Coup de Grace – ein Begriff, der „Gnadenschuss“ bedeutet. Komisches Zusammentreffen angesichts seines Todes.

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