Alles krumm und schief

Ja ist denn alles schief und krumm? Möcht man meinen. Jedenfalls tauchen immer mehr Bands mit dem Wörtchen „crooked“ im Namen auf. Zunächst habe ich von den „Crooked Jades“ gehört, vielleicht auch von „Crooked Still„. Und im Alternative Rock ziehen gerade „Them Crooked Vultures“ jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Warum? Wegen des Personals: Dave Grohl (mal Nirvana, Foo Fighters), Josh Homme (Queens Of The Stone Age) und John Paul Jones (Led Zeppelin) in einer Band. Warum das hier steht? Wegen Jones: der kann Mandoline spielen – wie z. B. hier schonmal berichtet. Mit den krummen Aasgeiern macht er aber vergleichsweise wüsten Radau, wie auf Youtube zu hören. Da wird jetzt auf den 17. November gewartet, wenn das erste Album des Trios erscheint.

So, aber was ist jetzt mit der schiefen und krummen Stille? Oder mit den schiefen und krummen Schindmähren bzw. Kleppern? Also den Stills und den Jades? Möglicherweise gilt bei ihnen die Übersetzung von crooked als „unehrlich“. Aber kann eine Stille lügen? Nein, still ist still. Ein oller Klepper dagegen ist bestimmt falsch und hintertrieben. Auf so nen Gaul passt eigentlich alles Negative. Ab zum Pferdemetzger! Aber oweh, wen sehe ich da im Anmarsch? Es sind Tierschützer, die ein Säureattentat auf dieses Blog verüben wollen! Ich bin dann mal weg.


Crooked Still plays Dylan in a different way.

Bush, von Kreisen umgeben

Seit einer Woche gibt´s die neue CD von Sam Bush namens „Circles Around Me“. Höchste Zeit, der Platte (seinem sechsten Solo-Longplayer) mal ein paar Zeilen zu widmen. Bisher kenn ich nur die online verfügbaren Schnipsel, aber die klingen vielversprechend. Wie gewohnt bietet er eine Mischung aus eigenen Stücken, Fremdkompositionen und Traditionals. Zur Band mit Byron House (b), Scott Vestal (bj), Chris Brown (dr) und Stephen Mougin (g) kommen Gastmusiker, etwa Jerry Douglas und Del McCoury. Was soll da schiefgehen? Aber langweilig könnte es ja trotzdem sein. Die Samples lassen eher anderes vermuten, klingt nach einer geschmackvollen Mischung aus Balladen, bluesigen Nummern und Bluegrass. Erschienen ist die CD wiederum bei Sugar Hill Records.

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Zurückgeblättert, vorausgeschaut

Bisweilen stellt sich das Gefühl ein, man hätte gar nicht gelebt. Weil die Zeit so schnell daherfliegt. Da hilft es zurückzuschauen. Aus einer Laune heraus habe ich also im Doppelstopp mal drei Jahre zurückgeblättert, auf den 23. Oktober 2006 – ein Montag. Damals war die Rede von schlechter Montagmorgen-Stimmung, von der TV-Show „50 Jahre Bravo“ mit einer Jeannette in Strapsen und dem Ende der letzten Formel-1-Saison Michael Schumachers. Da ist doch einiges passiert in der Zwischenzeit: Jeannette interessiert keinen mehr, Schumi gehört zum alten Eisen, nur die schlechte Montagslaune, die ist zeitlos. Drei Jahre sind nicht viel, aber der alte Eintrag liest sich nicht so, als wäre es gestern gewesen.

Heute stellt sich die Lage ganz anders dar – denn es ist Freitag! Und freitags geht es ins Wochenende, die Laune erreicht bei den meisten ihren Höhepunkt! Und die Laune steigt weiter, wenn es für die treuen Leser hier noch ein schönes Video zum Rüberrutschen in die Freizeit gibt. In diesem Fall zeigen Randy Waller & The Country Gentlemen die Richtung für die nächsten zwei Tage an: Listen To The Music – jüngst bei der IBMA 2009 beim Jammen aufgenommen.

Entweder oder

Immer so um den 1. Mai herum, dachte ich. Diesmal nicht. Diesmal steigt das Bühler Bluegrass-Festival am 14. und 15. des Wonnemonats, kollidiert somit terminlich mit dem EWOB-Festival in Holland, das vom 13.-15. Mai stattfinden wird. Die attraktiveren Namen wird wohl Bühl präsentieren können: Im Line-up des zweitägigen Festes stehen als Headliner die Frauenband „Uncle Earl“ und „Carrie Hassler & Hard Rain“. Außerdem in Baden am Start sind „4Wheel Drive & Jolanda Peters“, „The Midnight Ramblers“ aus den USA und aus Schweden kommt „G2“. Den kompletten Flyer gibt´s hier zum Angucken. Da hilft nur knallhart entscheiden, was man lieber möchte: Bluegrass genießen (Bühl) oder vor allem selbst spielen (Voorthuizen, NL). Entweder oder.

Proud Mando

Wenn alten Rock-Helden nicht wirklich was Neues einfällt, gehen sie gern zurück zu ihren Wurzeln – zum Blues oder Country. So does John Fogerty: Der alte CCR-Haudegen versammelt auf „The Blue Ridge Rangers Rides Again“ zwölf Stücke amerikanischer Musiktradition, die ohne Fiddle, Pedal Steel und Telecaster nicht auskommen. Aber, siehe da, auch unser Lieblingsinstrument findet ein freies Plätzchen, etwa in „Paradise„. Für dessen Bedienung sind entweder Greg Leisz oder Jason Mowery zuständig – der eine als Saitenkünstler allgegenwärtig, der andere vor allem als Fiddler von Keith Urban aufgefallen. Und weil es so selten passiert, dass eine Mando in Rockvideos auftaucht, hier das Filmchen zu „When Will I Be Loved“, einem Stück der Everly Brothers. Vielleicht erkennt jemand auch den Sangesbruder Johns, den mit der tiefen Stimme?

Als John auf Bill traf #3

Es ist ja immer noch Buchmesse in Frankfurt. Deswegen folgt hier ein abschließender Blick ins Buch „Blaugrasmusik“ von John Fahey – ein entscheidender:

Wegen Don Owens [ein Bluegrass-DJ] und Dick Spottswood [ein Schallplattensammler] und Bill Monroe ist aus mir ein professioneller Gitarrist und Komponist geworden.
Was zur Hölle soll das für ein Leben sein?
Ich hätte ein Lochindieweltreißer werden können.
Also, laßt mich was sagen. Was Nützliches.
Falls ihr mal wo seid und so einer wie ich spielt eine verminderte Terz auf einer Mandoline und ein anderer irgendwas in e-Moll auf seiner Gitarre – lauft. Alles andere ist schlecht für die Umwelt.
Sucht nach einem Typen, der was Freundliches in Dur auf seinem Klavier klimpert.
Ein völlig ungefährliches Instrument.
Im Gegensatz zu einer Mandoline.
Nein.
Niemals.
Mandolinen und Banjos sind böse. Ich wußte es von Anfang an.
Blaugrasmusik ist die Musik des PAN.

Und der war bekanntlich der gefürchtete, aber gleichzeitig verehrte Hirtengott. Diese Textstelle dürfte besonders den Banjospielern gefallen, weil sie hier nicht allein die Bösen sind, sondern wir Mandolinista keinen Deut besser. Tja. Wie gut, dass wir wissen, dass es sich bei Literatur um reine Fantasie handelt (Suhrkamp 2005).

Als John auf Bill traf #2

Was bisher geschah: Der jugendliche John Fahey hört Bill Monroes „Blue Yodel Number Seven“ und verfällt der Blaugras-Musik. Er muss die Platte haben und fragt einen Händler danach.

Die Platte war vergriffen. Und er hatte auch keine auf Lager.
„Sorry, Kleiner. Ich hab die Platte nicht und kann sie dir auch nicht bestellen.“
„Ich muß das Lied aber noch einmal hören. Ich muß.“
„Hör zu, Kleiner“, sagte er da zu mir, „die Platte taugt nichts. Sie ist sogar böse. Sie hat viel Unheil angerichtet, solange sie zu haben war. Frauen verließen ihre Männer. Männer verließen ihre Frauen. Kinder rissen von zu Hause aus und wurden nicht mehr gesehen. Es gab Sonnenflecken auf dem Mond. Revolutionen brachen aus. Es gab Massaker. Die Selbstmordrate und der Alkoholmißbrauch brachen alle Rekorde. Es gab Krieg. Drüben am Rand der Welt wurden Monster gesichtet. Es war fürchterlich, Kleiner, nicht auszuhalten. Könnte sein, daß es besser für dich wäre, wenn du die Platte nicht wieder hörst. Ich muß dir das so deutlich sagen. Jemand in deinem Alter sollte von so gefährlichem Zeug die Finger lassen.“
„Das ist mir schnurz. So sei es denn mein Schicksal!“
„Schicksal Fickschal! Ich habe dich gewarnt. Aber bitte: Hier ein kostenloser Tip von mir. Finde einen Schallplattensammler. So ein Schallplattensammler könnte wissen, wo du suchen mußt.“
„Kennen Sie so einen Menschen?“
„Ich treibe mich doch nicht mit solchem Gesindel herum. Aber ich weiß, daß es sie gibt. Ich werde für dich beten, Kleiner. Ich werde für dich beten.“

Aus: John Fahey, Blaugrasmusik, Suhrkamp Verlag

Brücken ohne Schrauben

Zugegeben: Zwischendurch befand ich mich auch mal im Tuning-Rausch – gedanklich. Nein, halt! Den Tone-Gard hab ich ja tatsächlich gekauft, eine der besten Investitionen der jüngeren Zeit. Wenn es an der Mandoline auch nicht so viel zu tauschen gibt wie beispielsweise an einem Banjo, so lässt sich doch manches losrütteln oder abschrauben. Der Steg etwa. Da habe ich mir noch nicht so viele Gedanken drum gemacht. Was aber ein Fehler sein könnte. Denn jetzt kamen mir Red Henry und seine Stege aus Ahorn in die Quere. Es handelt sich um einteilige Gebilde, die laut Red jede Mando besser klingen lassen. Er stellt die Dinger selbst her und verkauft sie für 20 Dollar oder so. Jedenfalls scheint es keine übermäßig teure Sache zu sein. Wir kennen das ja von unseren Banjo-Freunden: Wenn Ihr bei denen die Nachttischschublade aufzieht, kommen Euch Brücken ohne Ende entgegen – und die sind nicht dazu da, um sie in den Mund zu stecken. So schlimm dürfte es mit den Murphy-Brücken nicht kommen, obwohl der mit zig Holzsorten und Formen experimentiert hat, wie er Joe Mendel im Interview verrät. Die einzige Frage, die mir jetzt noch bleibt, ist allerdings: Wenn Ahorn so konkurrenzlos toll ist, warum setzen dann die meisten Hersteller weiterhin auf Ebenholz-Stege? Noch dazu auf zweiteilige? Was wäre die Welt ohne Rätsel.

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Eine Elfloch-Stute, diese Brücke!

Als John auf Bill traf

Der berühmte US-amerikanische Gitarrist John Fahey schreibt über das erste Mal. Den Moment, in dem er sein erstes Bluegrass-Stück gehört hat, Anfang der 50er-Jahre, im Radio, als Pubertierender in einer Vorstadt von Washington D. C.:

Dann hörte ich diesen schrecklichen, verrückten Sound. Und ich spürte dieses kranke, verrückt machende Gefühl in mir drin. Nichts in mir fühlte sich mehr so an, wie ich mich sonst anfühlte. So etwas Trauriges und Niederträchtiges hatte ich noch nie gehört. Es war ein terroristischer Angriff revolutionärer Musikzellen auf mein zentrales Nervensystem mittels Ästhetik.
Das war schwärzer als die schwärzeste schwarze Musik, die ich je gehört hatte. Es streckte seine Grabscher nach mir aus, packte mich und hat mich seither nicht mehr losgelassen.

Das Lied kam von Bill Monroe und den Bluegrass Boys und hieß „Blue Yodel Number Seven“. Das Zitat stammt aus dem Buch „Blaugrasmusik“, Suhrkamp-Verlag, übersetzt von Karl Bruckmaier. Weitere Zitate werden folgen.

Fuchs liebt SC (nicht Freiburg)

Kleiner Nachtrag zu „Special Consensus“: Bluegrass-Experte und Bühl-Macher Walter Fuchs lobt deren neues Album „Signs“ in höchsten Tönen – also zumindest findet er es „großartig“. In seinen „Country Informationen“ geht er aber weniger auf die CD ein als auf die Entwicklung der Band und eine Anekdote anlässlich des ersten Bühler Bluegrass-Festivals 2003. Damals hatte Bandleader Greg Cahill ein Problem: Nach dem 11. September 2001 wollten seine damaligen Mitmusiker den Trip nach Europa nicht antreten. Eine der Folgen daraus war die Neuformation von SC 2005. Ohne die Band von vorher zu kennen, könnte es auch in diesem Fall wieder einmal so gewesen sein, dass schwierige Situationen positive Folgen nach sich zogen. Aber so schlau ist man ja immer erst später.

Was würde der Führer dazu sagen?

Von Zeit zu Zeit muss es einfach sein – Ihr habt verdient zu erfahren, mit welchen Suchbegriffen die Menschen hier auf diesem Blog landen. Als Administrator sehe ich ja, was die Leute so in ihre Google-Suchmaske eingeben. Vier meiner Favoriten aus der jüngeren Zeit präsentiere ich heute. Also, die heißesten Doppelstopp-Suchbegriffe,

Platz 4: „Violine mit Honig beschmiert“ – es handelt sich offenbar um eine Obsession. Gab es nicht mal einen Film, in dem sich ein luxuriöser Frauenkörper mit Honig einbalsamierte und so noch anbeißenswerter wurde? Offenbar möchte hier jemand seine Geige abschlecken und dabei zum Höhepunkt kommen. Oder handelt es sich um eine den Klang verbessernde Maßnahme? Probier ich mal an meiner Zweitmando aus …

Platz 3: „Schniedelchen“ – auch bei diesem Suchbegriff scheint es um Erotisches zu gehen, aber doch auf eher kindischem Niveau. Oder ist das ein neuer Begriff für „Saitenhalter“ resp. „Tailpiece“?

Platz 2: „Riechen Koalabär-Pupse nach Eukalyptus?“ – dies wäre eine Frage für „Wissen macht ah“ oder sowas. Und allein die Tatsache, dass einige der angesagtesten Mando-Bauer aus Australien kommen, rechtfertigt nicht derart indiskretes Nachbohren.

Aber hier, mein absoluter Favorit, nicht erfunden, wirklich als Suchbegriff aufgetaucht,

Platz 1! „Hitler Plektrum“ – offenbar noch ein Insidertipp. Bisher wusste ich gar nicht, dass der Führer sowas erfunden hat. Aber mit dem Teil spielt man bestimmt flink wie ein Windhund und es ist sicher hart wie Kruppstahl und außerdem zäh wie Leder. Doch wie wird es klingen? Ich gehe mal davon aus, dass es alle Blue Chips aus dem Rennen schlägt und sehe schon die Meldungen im „Mandolin Café“ vor mir: „Chris Thile and his new Hitler plecs!“ Fehlt nur noch die Bezugsadresse. Liefer ich nach. Bestimmt wimmelt es bald vor „Goebbels Tailpieces“ und „Göring Mechaniken“ im Message Board des Cafés. Ihr seht, es lohnt sich, ein Blog zu betreiben – man erfährt viel Neues.

Ashby im Spezialmix

Sie kommen wieder, und ich komme nicht umhin, darauf hinzuweisen: „Special Consensus“ sind wieder in Europa unterwegs und spielen auch einen Auftritt in Deutschland – einen einzigen, und zwar in Bochum am Samstag, 24. Oktober. Dort hab ich sie vor zwei Jahren gesehen und gehört. Und trotz aller Unkenrufe: Das ist eine gute Band mit einem sehr guten Mandolinisten! Ashby Frank ist weiterhin mit von der Partie, steuerte zum jüngsten Album „Signs“ auch das Titelstück bei. Der Mann spielt nicht nur sehr fein auf seiner Randy Wood, sondern kann auch noch formidabel singen. Neu in der Riege ist der kanadische Gitarrist Ryan Roberts, der Justin Carbone ersetzt. In Signs kann man ruhig mal reinhören und sich anschließend freuen, dass die Band mal wieder durch Europa reist, grad als Mandolinenfreund. Langsam füllt sich der Bluegrass-Kalender für die kommenden Wochen – bis zum „Bluegrass Jamboree“ ist es auch nicht mehr sooo lange hin, und zum Mando-Workshop in Solingen erst recht nicht.

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Special Consensus: Bitte den zweiten von links wegdenken.

Rat mal, wer da spielt

Dass man auch noch im fortgeschrittenen Alter ein Instrument lernen kann, ist kürzlich wieder einmal bewiesen worden – am Beispiel Mandoline, versteht sich. Wir erinnern uns noch an Paul McCartneys „Dance Tonight“, auf dem er die schlichtesten Mando-Akkorde schrummelte. Nun, einige Zeit später, hört man eine wirklich passable Mandoline in Yusufs (also Cat Stevens‘) Stück „Boots And Sand“ von der CD „Roadsinger„. Und laut Austausch im „Mandolin Café“ ist es Paule, der da spielt. Eine offizielle Bestätigung dessen habe ich allerdings nicht gefunden, allein die Tatsache, dass Macca und Dolly Parton auf dem Stück im Background singen, scheint verbürgt. Wenn wir aber mal davon ausgehen, dass die Spatzen, die da sowas von den virtuellen Dächern pfeifen, Recht haben, dann muss ich sagen: gut gelernt, Mr. McCartney. Das ist ein schöner Mandolinen-Part. Bittesehr:

Brock und Rob

Zum ersten Mal als Solokünstler nominiert und gleich gewonnen: Jesse Brock hat bei den diesjährigen IBMA-Awards den Titel „Instrumental Performer Of The Year“ für Mandoline geholt! Außerdem wurde seine Band Michael Cleveland & Flamekeeper zum dritten Mal hintereinander mit der Auszeichnung „Instrumental Group Of The Year“ belohnt. Und einen Preis für ihre Aufnahme von Monroes „Jerusalem Ridge“ haben sie außerdem noch bekommen. Kann man derart viele Trophäen überhaupt im Pkw nach Hause transportieren? Als Album des Jahres zeichnete die IBMA gestern Dan Tyminskis „Wheels“ aus. Alle Ausgezeichneten finden sich hier gelistet.

Dobroist des Jahres wurde übrigens überraschenderweise Rob Ickes. Dabei weiß man doch seit Jahren, dass er kein besonders toller Slider ist. Als Beweis sei hier zum Wochenende Bildmaterial beigefügt. Der Mando-Heini passt sich dem niedrigen Niveau an – es ist Andy Leftwich von Ricky Scaggs‘  „Kentucky Thunder“.

Hallo Taxi!

Ach, verrücktes England! Wer ist denn bloß auf die Idee gekommen, eines dieser typischen Taxis herzunehmen, Musiker auf den Rücksitz zu bitten und loszufahren? Es war die Filmfirma „Just So Films“ gemeinsam mit „Hidden Fruit“ und die meisten der illustren Fahrgäste ließen sie in London zusteigen. Da quetschen sich beispielsweise Richard Thompson und seine beiden Musikerinnen auf die Bank, „Grizzly Bear“ verschaffen sich Platz, Ryan Adams und Lambchop machen sich klein, um nur wenige zu nennen. Die gesamten „Black Cab Sessions“ finden sich auf der entsprechenden Webseite und bei Youtube. Als Beispiel hier unten mal die Fahrt mit Brian Wilson und Konsorten im Gepäck. Die Beach Boys in einem Taxi! Wobei – wie schön ließe sich auch ein Bluegrass Cab auf die Reise schicken, kreuz und quer durch Nashville. Allein: Wie könnte jemand wie – sagen wir mal – Barry Bales sein Großraummöbel auf den Rücksitz bekommen? Da muss sich die gute Alison aber ganz schön klein machen. Passt schon!