Wer A sagt, kann Kentucky spielen

Nicht für alle Menschen ist jetzt Weihnachten. Für manchen fällt die Bescherung auf Mitte Januar, wenn vom 14. bis 17. im kalifornischen Anaheim die „2010 Winter Namm Show“ steigt. Dann leuchten die Augen in froher Erwartung. Und offenbar wird es bei dieser Messe auch im Bereich bezahlbarer Mandolinen zumindest eine Neuigkeit geben: Saga Musical Instruments erweitert seine Linie der A-Mandos nach oben. Die KM-900 wird das neue Top-Modell der Tropfenförmigen sein, nicht nur was den empfohlenen Verkaufspreis von 1295 $ angeht. Nein, nur das Beste kommt anscheinend zum Einsatz. Das beginnt beim Vorbild für diese Mandoline, die der A5 von Lloyd Loar mit dem Datum 20. September 1923 auf dem Etikett exakt nachgebildet sein soll. Das heißt: eine Decke aus Adirondack-Fichte, Zargen und Rückseite aus Michigan-Ahorn, Nitrozellulose-Lackierung.

Auf der Saga-Homepage habe ich das Instrument vergeblich gesucht, aber im Mandolin Café wurde darauf hingewiesen. Im Forum des Cafés wird auch schon drüber diskutiert. Grundsätzlich würde ich sagen, kann es nicht schaden, sich an großen Vorbildern zu orientieren. Aber sklavisch muss es dann auch nicht sein. Und warum in dieser Hinsicht immer noch der Wurmfortsatz am Griffbrett gebaut wird, ist mir schleierhaft. Bringt nix außer lästiges Pick-Klackern beim Spielen. Das soll ja wohl keine Huldigung Lloyd Loars sein, sondern ein Instrument zum praktischen Gebrauch. Und da nervt die Griffbrett-Verlängerung nur. Vielleicht tröstet aber der Klang darüber hinweg.

Gediegen, aber mit Wurmfortsatz: Kentucky KM-900.

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