Ventile auf! für Blechmandoline

Am vergangenen Freitag im Kölner Kulturteil der „Kölnischen Rundschau“ fiel mir die Überschrift sofort ins Auge: „Mandoline aus reinem Blech“. Verdammte Schlitzaugen, hab ich nur gedacht, was habt Ihr da jetzt wieder am Start?! Eine komplett neue Monster-Mando? Die Unterzeile rückte aber alles wieder ins beruhigende Licht: „Ensemble German Brass in der Philharmonie“. Die werden ja wohl kaum eine Mandoline in der Kapelle haben, schätzte ich – völlig zu Recht. Die Aufklärung kam aber erst mit dem letzten Absatz des Artikels, der hier zitiert sei:

Fürs italienische Fach hat German Brass die „Ventilmandoline“ erfunden: Zwei Trompeter blasen von oben in den Schalltrichter einer Tuba, deren Ventile vom Tubisten so schnell wie möglich gedrückt werden. Das Ergebnis klingt erstaunlich nach Mandoline, und wenn man dann noch ein verzücktes Gesicht dazu macht, ist der Erfolg beim Publikum garantiert.

Also erstens finde ich es ziemlich aufwändig, dass man drei Musiker benötigt, um den Klang einer Mando zu imitieren. Und zweitens frage ich mich, was das mit dem „verzückten Gesicht“ auf sich hat. Vielleicht liegt hier die Erklärung, warum mir bisher keine Weltkarriere gelungen ist – ich muss bei den Soli dämlich lächeln. Bleibt mir bloß weg mit Blechbläsern.

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