Och nö, och, gähn, hmm

Manchmal fühl ich mich ziemlich gelangweilt. Zum Beispiel jetzt, nach der Lektüre des diesjährigen Programms fürs EWOB-Festival im niederländischen Voorthuizen. Da ist fast nichts dabei, was mich wirklich interessieren könnte. Natürlich weiß man nie, was hinter den Namen der Bands aus den Ostblock-Ländern steckt – instrumentale Meisterschaft ist da allemal drin. Oft wird´s aber beim Gesang schwierig, was auch für alle anderen Bands gilt, die keine englischen Muttersprachler in ihren Reihen wissen. Wobei die Beneluxer und Skandinavier das oft sehr gut hinbekommen, manchmal auch die Deutschen, gelegentlich sogar die Osteuropäer, um mal Acousticure als leuchtendes Beispiel zu nennen. Franzosen und Italienern wird auch nicht unbedingt eine Zunge nachgesagt, die klangvolles Englisch erzeugt. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Aber unsere Hörgewohnheiten sind schon an den US-Originalen ausgerichtet. Und an dieser Messlatte scheitern viele. Darf man das eigentlich sagen, ohne als Nationalist oder sowas dazustehen? Aber es wird deutlich, was ich meine?

Das Dumme ist: Diese Bands können dann spielen wie die Weltmeister, aber über den Gesang kann ich dennoch nicht hinwegsehen. Dann ist es vielleicht wirklich geschickter, alle singen in ihren Landessprachen. Aber da sind logischerweise viele dabei, die ich nicht verstehe. Und für mich gehören packende Texte eben auch dazu. Spreche ich gerade über den Eurovision Song Contest Ende Mai? Bin ich nicht vollkommen vom ersten Satz abgeschweift? Nein und Ja. Um zum Anfang zurückzukehren: Mir fehlen knackige Namen im Programm. Es gäbe auch europäische Bands, die ich gern nochmal sehen würde. Letztes Jahr habe ich mich über die Anwesenheit der Coal Porters gefreut und die Thunderbridge Bluegrass Band genossen. Diesmal fehlt England komplett. Naja, wenn entsprechende Bewerbungen fehlen? Vielleicht reißen Hungry Hill aus Kanada was raus. Ich beruhige mich auch wieder.


Tennessee Stud aus Frankreich: sehen gut aus, aber wie klingt der Gesang?

Ein Gedanke zu „Och nö, och, gähn, hmm

  1. Ja…., leider das gleiche Problem wie die letzten Jahre – kein wirklich zugkräftiger Name in Voorthuizen! Es scheint extrem schwierig zu sein aus den Einnahmen des EWOB einen entsprechenden Gewinn zu genieren, mit dem dann auch ein, oder besser gleich zwei, echte Hauptacts eingekauft werden können. Ich hätte kein größeres Problem damit, wenn der Eintrittpreis nochmals um 10-15 Euro steigen würde, wenn damit echte Stars der US-Szene eingekauft würden. Da muss man auf den Grundsatz „dass alle umsonst spielen“ mal pfeiffen und wenigstens den Stars eine Gage zahlen. Ich glaube, keine der europäischen Bands hätte bei einem entsprechend attraktiveren Programm ein Problem mit solch einer Regel.
    Man fragt sich also, wie die Veranstalter in La Roche es schaffen gleich mehrere Stars aus Amerika zu ziehen (Dale Anne Bradley, Steve Gulley 3 Red Fox ua.). Naja….., das Jammen und Treffen der Kollegen ist für mich in Holland sowieso am Wichtigsten.

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