Brüder in anderem Umfeld

Es soll ja nicht wenige Jazzmusiker geben, die eine offene oder heimliche Liebe zu Bluegrass und/oder Country hegen. Manche leben diese Zuneigung offen aus, etwa Bill Frisell mit seinem Album Nashville. Viel früher dran war allerdings Vibraphonist Gary Burton. Er hat schon Mitte der 1960er-Jahre mit Country-Musikern kollaboriert, etwa Chet Atkins. Der ist auch auf Burtons 66er-LP Tennessee Firebird zu hören, ebenso wie Fiddler Norman Spicher und Buddy Emmons an der Steel Guitar. Dass in dem Jazz-Line-up mit Steve Swallow am Bass und Roy Haynes am Schlagzeug auch zwei Bluegrasser auftauchen, mutet irgendwie kurios an: die Osborne-Brüder Bobby und Sonny sind´s – wobei Bobby angeblich Mandola spielt! Drollig auch die Titelauswahl, die Dylan-Songs wie Traditionals getroffen hat. Dabei haben Just Like A Woman und Black Is The Colour wie auch der Panhandle Rag schon eine deutliche Note von Burton abbekommen. Aber so soll es ja auch sein.

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