Nach oben offen

Es ist ja nicht so, dass nur Corrado Giacomel optisch interessante High-End-Mandolinen baut. Da gibt es eine Reihe weiterer Instrumentenmacher, wobei die Arbeit von Alan Beardsell schon herausragt. Der Kanadier fiel vor allem durch seine akustischen Gitarren mit Schalllöchern in der oberen Zarge auf – was erheblich dazu beitragen soll, sich selbst gut hören zu können beim Spielen, selbst auf einer lauten Bühne. Gitarristen wie etwa Henry Kaiser sind begeistert davon. Tatsächlich baut Beardsell auch Mandolinen mit oben liegenden Löchern! Für 4000 US-Dollar verkauft er seine beiden Modelle, die entweder über ovales Schalloch plus Seitenöffnungen oder J-Löcher an den Deckenrändern verfügen. Sieht ziemlich heiß aus! Mike Marshall spielte eine Beardsell-Mando beim jüngsten Mandolin Symposium. Wer sich ein solches Instrument leistet, kann wahrscheinlich direkt neben dem Banjo stehen und trotzdem noch gut hören, was da aus seiner Mando kommt. Bei den Gitarren jedenfalls behauptet Henry Kaiser, es sei ein Gefühl, als ob man hochwertige Kopfhörer tragen würde. Jetzt aber nicht gleich losrennen und Löcher sägen!

Williges Dreiloch-Biest aus Kanada.

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