Mädels in der ersten Reihe

Jetzt ist es raus, das Programm des diesjährigen Festivals European World Of Bluegrass vom 2. bis 4. Juni in Voorthuizen/Niederlande. Den Mandolinenfreunden fällt sofort auf, dass schon am ersten Festivaltag, dem Himmelfahrtstag, einer der großen Virtuosen des Instruments auf der Bühne stehen wird: Radim Zenkl. Ein weiterer Höhepunkt könnten die Davidson Brothers aus Australien werden, die, eingebettet in ein Quartett, Samstag an der Reihe sind. Auch Europas Bluegrass Band Nr. 1 von 2009, die schwedischen Downtown Ramblers, stehen wieder im Line-up des Festivals. Beim Durchschauen fällt die relativ große Zahl an jungen Bands auf, in denen Frauen mehr und mehr bedeutende Rollen spielen oder die komplett weiblich aufgestellt sind – etwa Oh My Darling aus Kanada. In diese Reihe passen auch South Drive aus Schweden, Lucky Lips aus Norwegen und Candy Floss aus der Slowakei. Das vollständige Programm lässt sich hier studieren.


Oh My Darling aus Kanada

5 Gedanken zu „Mädels in der ersten Reihe

  1. Die Musik ist prima! Gefällt mir!

    Ich verstehe nur nicht, dass bei weiblichen Musikern die optische Aufmachung eine so große Rolle spielt. Bei Männern scheint das zweitrangig zu sein, da sehen wir nur danach, was er kann. Frauen müssen immer gut aussehen oder sich aufdonnern, wenn sie was werden wollen.

    Kann mir das jemand erklären?

  2. Moin Dieter.

    Findest Du die vier Mädels tatsächlich „aufgedonnert“? Ich empfinde Sie als vollkommen normal angezogen. Bei Männern ist das zweitrangig – leider!!

    Dass jungen Frauen auf Fotos und auf der Bühne deutlich hübscher anzusehen sind, als schmerbäuchige, Cowboyhut tragende Säcke in den besten Jahren, kann man den Damen kaum vorwerfen. Darüber hinaus wäre es aber bei manch‘ musizierendem Herren im Bluegrass durchaus wünschenswert, wenn er etwas mehr über seinen Look nachdenken würde.

    Insofern drehe ich deine Frage einfach mal um: Warum muss eine Frau unbedingt in Kartoffelsäcken auftreten, um als Musiker ernst genommen zu werden?

  3. Ich weiß nicht, wie hoch das Durchschnittsgewicht amerikanischer Bluegrass-Musiker ist. Nach meinem YouTubekonsumbasierten Empfinden jedenfalls zu hoch.
    Das ist selbstverständlich ein subjektiver ästhetischer Befund und sagt nichts über die musikalischen oder moralischen Qualitäten dieser Leute aus.
    Oder doch? Unbeherrschtheit ist nach gängiger Auffassung jedenfalls keine Tugend.
    Würde Bill Monroe auch so gesehen haben.

  4. Eitelkeit ist auch keine Tugend. Also bitte alles löschen.
    Und ich will mir auch nicht anmaßen, zu wissen, was Bill Monroe gedacht hat.
    Also nichts für ungut: Hemden über die Hose und ab auf die Bühne!

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