Aufstellen zum Durchpusten!

Wenn man ihn so auf der Bühne agieren sieht, mag man sich sagen: Hoffentlich geht´s ihm gut. Ist alles o. k. mit ihm? Neben der Bühne dann grünes Licht: Dominick Leslie, Mandolinenspieler der Deadly Gentlemen, fehlt nichts. Es lässt sich locker plaudern mit ihm – über seine Blue Chip Picks, seine Freundin (die eigens aus Indien nach Deutschland gereist ist, um ihren Dominick zu treffen), seine rund zwanzig Jahre alte Gilchrist-Mando (Reihenfolge unabsichtlich). Die sieht schon richtig runtergespielt aus. Wo er sie her hat? Aha, sie stammt aus der Sammlung von David Grisman. Es kann schon von Vorteil sein, einen Bandkollegen zu haben, der wie Sam Grisman zwar Bass spielt, aber gute Verbindungen zu seinem Vater pflegt. Und der hat ja bekanntlich mehr als eine Mando im Schrank.

Beim Bluegrass Jamboree sind die Deadly Gentlemen der Aufrüttler in der Mitte des Programms, die Jungs, die einen durchschütteln mit ihrer Mischung aus Bluegrass, Jazz, Hip Hop und Rockabilly. Einmal geht es sogar um Death Metal auf akustischen Instrumenten. Es ist eine geballte Ladung Energie, die Banjospieler Greg Liszt und seine Buben da abschießen. The Road Is Rocky schlägt den direkten Bogen vom Hip Hop in die Fünfziger, als Rock´n Roll gerade dabei war, die Eierschale durchzupicken. Das wunderbare Moonshiner klingt wie Easy Listening dagegen. Wie schön für die Leute in den Städten, wo das Jamboree noch Station macht. Sie können sich vor Weihnachten mal so richtig durchpusten lassen – dank Dominick & Co. Vorab anhören: im Bandcamp.


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