Die Russen kamen


Der Name mag sich ja an die Sex Pistols anlehnen. Die Musik des russischen Trios Grass Pistols klingt allerdings nur passagenweise nach Punk. Sie hätten sich auch Progressive Grass oder so nennen können – angesichts der zahlreichen Tempowechsel und psychedelischen Einschübe, nach dem Motto: Jetzt machen wir Bluegrass mal so richtig kompliziert. Trotz einiger Einschränkungen schüttelten die Russen das Publikum auf dem gestern zuende gegangenen GrevenGrass-Festival mächtig durch. Wüstes Zeug, in sowas wie Phantasie-Englisch vorgetragen, wild und was zum Aufregen für die Traditionalisten. Der Rest dürfte sich gefreut haben, mal ganz anderen Stoff geboten zu bekommen. Und zweifelsohne gehörte Tatiana Pechenova zu den auffälligsten Mandolinenspielern des Festivals. Studiert hat sie das Folkloreinstrument Domra am Konservatorium in Nischni Nowgorod. Vor allem war die Dame schnell und funky. Jetzt sollten die drei noch ihr Englisch verbessern oder gleich Russisch singen, dann können sie auch woanders die Gemüter erregen. Oder sie vertreten Russland beim nächsten ESC.

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