Im Grab liegen, die Züge pfeifen hören

When I’m dead and in my grave/No more good times here I crave/Place the stones at my head and feet/And tell them all I’ve gone to sleep: So lautet die Strophe in Elizabeth Cottons Klassiker Freight Train, den hier unten eine Armada US-amerikanischer Spitzenmusiker intoniert – mit Doc Watson in der Mitte, der das Lied auch singt. 89 Jahre alt ist er geworden, Earl Scruggs war 88, als er am 28. März dieses Jahres starb, Bill Monroe fast 85 bei seinem Tod 1996. Sehr viel Leben haben sie alle gesammelt. Doch niemand hat die 90 geknackt. Aber halt, natürlich: Pete Seeger ist ja seit dem 3. Mai schon 93! Folkmusik und Bluegrass scheinen den Körper lange in Gang zu halten. Ralph Stanley ist mit seinen 85 Jahren ein weiterer Beweis dafür. Was wäre das mal für eine Runde bei Sandra Maischberger, die sich ja gern alte Herren von Peter Scholl-Latour bis Richard von Weizsäcker einlädt. Doc Watson aber war im Kreise der Traditionalisten etwas Besonderes. Immerhin gehörte er zu den wenigen, die selbst mit politisch links stehenden Musikern aufgetreten sind, etwa Joan Baez und Tom Paxton. Daher (und weil Sam Bush in der Nähe sitzt) soll er uns nochmal den Freight Train mit diesem Totentext singen – auch wenn´s recht verwackelt daherkommt.

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