Mal was zum Record Store Day

Heute ist Record Store Day, der Tag, der ausgerufen wurde, um die unabhängigen lokalen Schallplatten-Fachgeschäfte zu stärken und zu ehren. Dabei handelt es sich zunächst mal um ein sicher löbliches Unterfangen. So ganz aber mag man in dieses romantische Liedlein nicht einstimmen. Sicher, per se sollen sie alle genug Geld zum Leben verdienen, die kleinen Fachgeschäfte. Allerdings wollen wahrscheinlich die wenigsten von uns das alte Ladensystem zurückhaben. Wir erinnern uns: Wollte man mal was Besonderes erwerben, fand man das im kleinen Geschäft in der Regel nicht. Und konnte es bestellt werden, dauerte es mindestens zwei Wochen, bevor die Ware kam. Die dann oft noch sehr teuer war. Bei den heutigen Bestellmöglichkeiten lassen sich selbst die exotischsten Exoten von zu Hause aus anfordern – zu akzeptablen bis günstigen Preisen. Paradiesische Zustände für Liebhaber, die sich abseits des Mainstreams aufhalten. Und die nicht in einer Großstadt leben und vielleicht das Glück haben, den Spezialisten ein paar Straßen weiter zu wissen. Also unterstützt den Record Store Day und die aufrechten letzten Einzelkämpfer. Aber verteufelt nicht die Handelssysteme und die Logistik des Webs.

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