Hacken zu Leistungsstücken

Sehr sehr schön, was da bei Amazon Deutschland steht, und zwar in den Produktinformationen zu Sam Bushs DVD All about rhythm mandolin!: Das Rhythmusspielen Sams Bushs ist ohne Gleichen in der Welt der Mandoline – Teil Bluegrass, Teilreggae, Teilrock ’n‘ roll. Hier zeigt er alle Aspekte seiner Art: hacken, klimpernd und betonen und Dämpfung und unterteilen Schläge und mehr. Er führt seine Begleitungen für zwei seiner populärsten Leistungsstücke, des Mädchens aus dem Nordland und der Sailin‘-Schuhe einzeln auf.

In diesem Sinne verabschiede ich mich nun ins Studium der Mandoline, um anhand eines Leistungsstücks mein Hacken zu verbessern. Danke fürs Verständnis.

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Bluegrass für Einsteiger

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Putumayo presents: Bluegrass (Exil 968042)

Es soll nicht wenige Menschen geben, denen erstens das Wort Bluegrass fremd ist und die zweitens auch nichts über den gleichnamigen Musikstil wissen. Das ist nicht schlimm. Denn jenen kann geholfen werden – beispielsweise mit diesem Sampler des Weltmusiklabels Putumayo. Die Spezialisten in Sachen Kompilationen präsentieren hier eine Sammlung, in der die jüngeren Generationen des Genres den Ton angeben. Dazu gehören Künstler wie Alison Krauss, Crooked Still, Railroad Earth und Andrea Zonn. Dann finden Innovatoren des Bluegrass ihren Platz, also Acts wie David Grisman, Sam Bush und The Seldom Scene. Mit von der Partie sind außerdem Leute, die man nicht sofort auf dem Zettel hat, etwa Uncle Earl, Town Mountain und James Alan Shelton.

Insgesamt gibt die Sammlung ein frisches Bild des Bluegrass ab, wenn auch kein historisch korrektes. Dafür hätten natürlich die Urväter mit auf den Sampler gehört, Bill Monroe selbstredend, die Stanley Brothers, Flatt & Scruggs. Andererseits: Wer die Hörerschaft erstmal mit Bluegrass vertraut machen möchte, sie sanft hinführen, der tut gut daran, die alten Heroen zunächst außen vor zu lassen. Deren Intonation und Spielweisen mögen als Einstieg zu befremdlich wirken. Wer aber erstmal auf den Geschmack gekommen ist, hält möglicherweise von sich aus Ausschau nach den Wurzeln und Traditionen der Musik. Und damit hätte der Putumayo-Sampler auch diesen Zweck erfüllt. So liefert er zunächst einen verdaulichen Zugang ins Genre. Und auch eingeschworene Bluegrasser dürften sich über eine Zusammenstellung freuen, der man ohne Weiteres von vorn bis hinten lauschen kann.

Zeitlose, singende Töne

Zuletzt spielte hier Chris Thile Bach, heute geht es wieder um Bach auf der Mandoline: Der in Berlin lebende, israelische Mandolinist Avi Avital interpretiert auf seiner Debüt-CD für die Deutsche Grammophon ausschließlich Werke von Johann Sebastian. Logisch, dass das Album einfach nur Bach betitelt ist. Drei Konzerte und eine Sonate hat Avi ausgewählt und für Mandoline arrangiert, allesamt Kompositionen in Moll: das Konzert in d, ursprünglich für Violine wie auch das in a; dann das für Oboe geschriebene Konzert in g und die Sonate in e, original für Flöte komponiert. Besonders in den langsamen Sätzen musste er sich was überlegen, um die lang gehaltenen Töne nicht mit ewigem Tremolo zuzukleistern: er wollte sie vor allem zum Singen bringen. Begleitet von der Kammerakademie Potsdam, gibt Avi Avitals Mandoline selbst oft gehörten Werken wie dem Konzert in A-Moll ein neues Leben. Mit dieser Aufnahme wurde für mich ein Traum wahr, sagt der Musiker, ich habe immer schon gedacht, wie schön es wäre, wenn ich mich bei meinem ersten größeren Projekt auf Bach konzentrieren könnte, schließlich spielt Bachs Musik seit jeher eine wichtige Rolle in meinem musikalischen Leben.

Für seine Laufbahn hat sich Avital ein nicht gerade bescheidenes Ziel gesetzt: Er will das Instrument und sein Repertoire einem größeren Publikum als jemals zuvor zugänglich machen. Daran arbeitet er ehrgeizig und ist immerhin der erste klassische Mandolinist, der je bei der DG unter Vertrag stand. Das Besondere von Bach auf der Mandoline für ihn? Bachs Musik ist voller Geheimnisse. Egal, wie lange man sie schon spielt, immer gibt es etwas Neues zu entdecken. Wenn man ein anderes Instrument einsetzt, kann man die Zeitlosigkeit dieser Musik auf ganz neue Weise erleben. Sätze, die sicher auch Chris Thile unterschreiben würde. Das Album Bach erscheint heute in einer Woche – am 3. August.


„Everything you never dreamt a mandolin could do“, schrieb die israelische Tageszeitung Haaretz beim Hören von Avi Avital; ein schöner Satz.

John Peels Plattenschachtel

Als der legendäre BBC-Discjockey John Peel 2004 starb, hinterließ er Zehntausende LPs und CDs – jede Menge Regalmeter. Aber in seinem Nachlass fand sich auch eine Schachtel mit lediglich 100 Vinyl-Singles, oft obskures Zeug, an dem ihm aber viel gelegen haben muss: Warum sollte er es sonst in diese exklusive Box sortiert haben? Man kann ihn nicht mehr fragen. Vielleicht hat er die Singles auch aussortiert, um sie am nächsten Tag zum Restmüll zu geben – der liebe Gott ließ ihn nur nicht mehr. Wie auch immer: Die Box hat Anlass zu einem Dokumentarfilm gegeben, wo sich Musikgrößen über John Peel und die Musik aus der Singles-Schachtel äußern. Hier unten steht der erste Teil, die weiteren sind hier zu finden. Und wo liegt der Mandolinen-Bezug? Gut, wer unbedingt einen braucht: In der Box steckte auch Dead Leaves And The Dirty Ground von den White Stripes – und das hat ja bekanntlich Chris Thile auf How To Grow A Woman From The Ground gecovert. Außerdem scheint John Peel in einem Filmausschnitt mit den Small Faces zu Rod Stewarts Maggie May ein Mandolinenposing zu versuchen. Zufrieden?

Schwarz ist schön

Das Ende der Sendung Schellack-Schätzchen auf WDR 4 nimmt Magnus Klaue von der Wochenzeitung Der Freitag zum Anlass, das Besondere der schwarzen Scheiben hervorzuheben – die heute durch ihre Begrenzungen wertvoller denn je sind. Wie sollen die wahllos gefüllten MP3-Speicher da Bedeutung erlangen? Klaue: Die Kombination der Nummern, die für die Ästhetik der Aufnahme entscheidende Zäsur, die durch das Umdrehen der Seite erzeugt wird, die Gegensätze und Korrespondenzen beider Seiten machten aus ­jeder Platte ein Unikat. Eben deshalb, und nicht nur aus Gründen der Sehnsucht, werden Platten eher gesammelt als CDs. Der vollständige Beitrag steht hier.

Wenn das Banjo farbig schillert

Noam Pikelny: Beat The Devil And Carry A Rail (Compass Records 7 4565 2)

Kein Zweifel: Dies ist ein Mandolinen-Blog. Was allerdings kein Grund ist, Noam Pikelnys zweites Soloalbum links liegen zu lassen. Weil er zum einen Banjo auf eine Weise spielt, die weit entfernt ist von üblichen Klischees und überstrapaziertem Twang. Und weil er zum anderen erstklassige Mandolinenspieler bei den Aufnahmen zu Gast hatte: nämlich Tim O’Brien, Mike Compton und Chris Thile. O’Brien gehört dabei fest zur Begleitband, gemeinsam mit Stuart Duncan an der Fiddle, Mark Schatz am Bass und Chris Eldridge an der Gitarre. Letzterer zählt wie Thile zu den Punch Brothers, Noam Pikelnys musikalischer Heimat, die auch Produzent Gabe Witcher mit ihm teilt. Es steckt also eine Portion Punch Brothers in dem Album, besonders zu hören in Bear Dog Grit, dem schrägsten, wildesten Stück der CD, mit Thile an der Mando und Bryan Sutton an der Gitarre. Den Gegensatz dazu bildet gleich der nächste Song Day Down, ein stilles Duett mit Banjo und Kontrabass, in diesem Fall von Paul Kowert gespielt. Instrumentals bestimmen das Album, wobei jeder Gastmusiker „seinem Stück“ eine besondere, wiedererkennbare Farbe verleiht.

Den Großteil der Songs hat Noam Pikelny komponiert, allein oder mit Co-Autoren – keine Easy-Listening-Sammlung, sondern gründlich durchgearbeitete und fein arrangierte Stücke eines der besten Banjo-Spielers der US-amerikanischen Akustik-Szene. Der zudem eine große Bandbreite beherrscht, von 30er-Jahre-Jazz über Western Swing und akustischen Balladen bis zum Bluegrass, dessen Klassiker Cluck Old Hen er hier im Duett mit Steve Martin präsentiert: Die ineinander fließenden Linien wirken fast wie Harfenmusik. Zu den Höhepunkten zählt außerdem eine Version von Tom Waits´ und Kathleen Brennans Song Fish and Bird, den Aoife O’Donovan von Crooked Still singt. Natürlich kommt nicht zwingend ein großartiges Album heraus, wenn lauter Stars der Szene zusammenkommen – wozu im Übrigen auch Jerry Douglas und Alex Hargreaves gehören. Aber in diesem Fall treffen Virtuosen auf beachtenswerte Songs – mit überzeugendem Ergebnis. Eine CD zum Durchhören. Das Album erscheint am 25. Oktober.

Transatlantisches im Handel

Lange Zeit war sie nicht erhältlich, jetzt endlich gibt es sie wieder im Handel: die DVD der Transatlantic Sessions II. Mit den Staffeln I, III und IV gab es zwar eine Menge Stoff, aber eben nicht diese einmaligen Zusammentreffen verschiedener Künstler von diesseits und jenseits des großen Ozeans. Die laufende Nr. II präsentiert Künstler wie Ricky Skaggs, Rosanne Cash, John Martyn, Nanci Griffith, Fiona Kennedy und Eddi Reader. Die Hausband besteht aus gewohnten Gesichtern: Jerry Douglas, Aly Bain, Russ Barenberg und Danny Thompson, um mal einige zu nennen. Ohne die Staffel II zu kennen, lege ich sie trotzdem allen Freunden von Folk, Singer/Songwriter und Bluegrass ans Herz. Da kann im Grunde nichts schief gehen. Erhältlich ist die DVD unter anderem hier.

Die Sessions, Folge II

Zwei Freaks im Regen

Es war immer schon eine merkwürdige Sache, dass auf Bruce Hornsbys Hit Mandolin Rain aus dem Jahr 1987 keine Mandoline zu hören war. Diesem Zustand ist ja schon seit geraumer Zeit abgeholfen worden, auf der CD, die Hornsby mit Ricky Skaggs und Kentucky Thunder aufgenommen hat. Die darauf enthaltene Version des Mandolinenregens bietet selbstverständlich das dazu gehörende Instrument. Doch die schlicht Ricky Skaggs & Bruce Hornsby betitelte CD von 2007 enthält noch weitere Pretiosen. Vor allem aber findet sich darauf eine Bluegrass-Version von Superfreak, dem größten Knaller des Funk-Spinners Rick James. Die gesamte Platte lässt sich hier hören, Superfreak trägt die Track-Nummer 11. Wüste Sache.

Ein Fall für zwei

Rose steht auf Mandoline

Es war auf keinen Fall das erste Mal, dass ich den Film The Rose mit Bette Middler gesehen habe. Doch als der Streifen gestern abend nochmal auf arte lief, ist mir die Szene mit der Bluegrass-Band das erste Mal aufgefallen, der Band des fiktiven Songschreibers Billy Ray. Obwohl es doch die Schlüsselszene des Films ist: Ray verbietet Rose, nochmal einen Song von ihm aufzunehmen – darauf rastet sie aus und büxt aus. Vorher hat sie allerdings noch den hübschen jungen Mann mit der Mandoline heftigst angemacht, nicht wissend, dass es sich um Billy Rays Sohn handelte, was dem Vater zusätzlich missfiel. Und so besitzen die Mando und ihr Spieler eine gewisse Bedeutung in diesem Musikfilm-Klassiker aus dem Jahr 1979. Naja, wir übertreiben mal wieder hier. Und trotzdem, räbäbäää: Der Film besteht nicht nur aus Rockmusik-Instrumentarium.

Sieben lange Jahre

Sieben Jahre sind seit dem jüngsten Album von Alison Krauss & Union Station vergangen: Lonely Runs Both Ways erschien 2004. Nun steht die Veröffentlichung des Nachfolgers kurz bevor – Paper Airplane wird am 12. April in den USA und am 22. April in Deutschland herauskommen. Wer nicht warten möchte, kann sich vorher über NPR den Stream des Albums anhören und dann entscheiden: Ist das noch Bluegrass? Ist aber 1. egal und 2. war schon auf dem Vorgängeralbum viel Pop. Aber die Wurzeln sind die gleichen geblieben, ebenso wie die bekannt hochkarätig besetzte Band wieder am Start steht. Alles spielt sich also auf hohem Niveau ab und Alison haucht wie eh und je. Und irgendwie wirkt es so, als ob von der Kollaboration mit Robert Plant doch einiges übrig geblieben ist – was die Atmosphäre der Aufnahmen angeht. Ruhige Stimmungen dominieren, vor allem beim Cover von Richard Thompsons Dimming Of The Day, einer bittertraurigen Ballade. Die wurde ja ursprünglich von Richards´ Exfrau Linda mit kräftiger Stimme gesungen, aber das ist wieder eine andere Geschichte.


Eine formidable Zusammenrottung

Grammophone alle weg

Zwar waren jede Menge bekannte Namen aus der Szene in mehreren Kategorien nominiert, doch gingen Bluegrass-Größen wie Sam Bush und Ricky Skaggs leer aus. Den Grammy gestern Nacht im Sektor Bluegrass konnte sich Patty Loveless für ihr Album Mountain Soul II abholen. Alle anderen hier mal erwähnten Nominierten mussten sich bei der After-Show-Party nicht mit zusätzlichem Gepäck in Form eines goldenen stilisierten Grammophons herumschlagen.

Und Frau Lieblos, was macht die so? Samples des Grammy-geadelten Albums lassen sich auf ihrer Website anhören. Kann man aber auch bleiben lassen. Mich lässt das extrem kalt. Country-Gedudel statt saftiger Roots-Musik. Danach wendet man sich wieder liebend gern den Steeldrivers zu – zum Beispiel.

Papierflieger im April

Nur um das sauber zu lösen: Vor einigen Tagen hatte ich fallen gelassen, dass für dieses Jahr ein neues Album von Alison Krauss & Union Station zu erwarten ist. Inzwischen gibt es offiziell ein Veröffentlichungsdatum: den 12. April. Das gilt erstmal zumindest für die USA, ob´s in Europa derselbe Tag sein wird – keinen Schimmer. Aber der Titel steht schon fest: Paper Airplane. Na denn mal guten Flug, Frau Krauss! Wer bastelt den besten Papierflieger? Diese Frage beantwortet auch ein kurzes Ankündigungsvideo nicht, dass ich mir hier erspare anzufügen, weil es komplett nichtssagend daherkommt. Da hilft nur abwarten.

Die Nominierten

Wir müssen nun einmal nachrichtlich werden: In einem Monat, am 13. Februar, werden zum 53. Mal die Grammy-Awards vergeben. In der Kategorie Best Bluegrass Album sind nominiert: Sam Bush-Circles Around Me; Peter Rowan Bluegrass Band-Legacy; The Del McCoury Band-Family Circle; Patty Loveless-Mountain Soul II und The Steeldrivers-Reckless. Einer wird das Rennen machen. Außerdem ist Robert Plant mit Band Of Joy im Rennen, wo ja Darrell Scott maßgeblich beteiligt war – in der Kategorie Best Americana Album.

Was könnte uns sonst noch interessieren? Unter Umständen die Nominierungen von The John Hartford String Band (Memories Of John) und Ricky Skaggs (Songs My Dad Loved) in der Sparte Best Traditional Folk Album sowie die alten Kämpen Jackson Browne & David Lindley (Love Is Strange – En Vivo Con Tino), die im Bereich Best Contemporary Folk Album zur Wahl stehen – übrigens gemeinsam mit Richard Thompson (Dream Attic). Selbst der knorrige Alte, Guy Clark, erscheint dort mit Somedays The Song Writes You.

Die Steeldrivers tauchen übrigens nochmal auf, mit dem Song Where Rainbows Never Die, und zwar unter Best Country Performance By A Duo Or Group With Vocals – der Erfindungsreichtum der Akademie in Sachen Rubriken scheint schon fast legendär. Unterm gleichen Dach harren auch Daily & Vincent auf einen Grammy für Elisabeth.  Wer dann noch weiterstöbert, stößt auf die Abteilung Best Country Collaboration With Vocals und damit auf die Nominierten Dierks Bentley, Del McCoury & The Punch Brothers auf U2-Trip: Pride (In The Name Of Love) heißt ihr Liedl. Und dieses Stück Musik wollen wir uns nach so vielen Buchstaben gönnen. Wie Del McCoury den Chorus singt und Chris Thile das Intro spielt – schöne Sache. Holt Euch den Grammy! Alle Nominierten – von denen ich einige wenige noch unterschlagen habe – finden sich hier.

Auf der Tonspur

Bereits seit einigen Wochen läuft auf 3Sat die Sendung Tonspur. Der Soundtrack meines Lebens. Das Konzept: Ein mehr oder minder Prominenter schreibt eine Playlist von meist acht Songs, die in dessen Leben irgendeine Bedeutung hatten bzw. haben. Über diese Liste unterhält sich der- oder diejenige mit Moderatorin Nina Brunner, während abseits davon ein Experten-Trio sich die Lieder anhört und versucht herauszufinden, um wen es sich handeln könnte. Zu dem Rateteam gehört u. a. Tim Renner von Motor Music. Als Deko-Element läuft an beiden Schauplätzen immer eine Nagra mit – hübsches nostalgisches Element. Insgesamt ein amüsantes Spielchen, 30 Minuten lang, das zeigt, wie unterschiedlich Menschen Musik betrachten und erleben: manche speziell, manche mainstreamig. Wer´s noch nicht kennt: Die nächste Sendung läuft am kommenden Mittwoch um 22.25 Uhr. Und die bisherigen Folgen lassen sich aus dem Archiv abrufen. No Bluegrass content, but anyway …

Weg mit dem Elend

Sehr nachdenklich und behutsam gehen The Swell Season mit dem gestern geschilderten Vorfall auf ihrer Facebook-Seite um. Sie musizieren weiter und bitten darum, das nicht als egoistisches Tun zu betrachten. Ach was. Wenn man nicht den totalen psychischen Knacks weg hat, warum sollte man dann nicht wieder auf eine Bühne gehen? Zumal dann, wenn man davon leben muss?

Das Projekt, ein Tribute-Album für John Martyn aufzunehmen, habe ich gestern kurz angerissen. The Swell Season interpretieren dafür das 1973 auf Solid Air erschienene Don´t Want To Know. Darin heißt es: „I don´t want to know about evil, I only want to know about love.“ Tja, wenn man es sich aussuchen könnte. Hier gibt´s was zu Lesen über die Aufnahmeprozedur. Und unten spielt John Martyn das Stück im Kreise der Transatlantic-Sessions-Musiker.