Groteske Virtuosität

Heute schreibt die Süddeutsche Zeitung über Chris Thile:

Punch Brother

Als einstiges Mitglied der Bluegrass-Band ‚Nickel Creek‘ und aktuelles der ‚Punch Brothers‘ hat Chris Thile schon einige verrückte Soli auf der Mandoline hingelegt. Das hier aber ist wahrscheinlich das verrückteste: Johann Sebastian Bach, die sechs Sonaten und Partiten für Violine solo, von denen er nun den ersten Teil vorlegt. Was Bach als Überforderung für das kleine Streichinstrument konzipierte, ist es für das kleine Zupfinstrument erst recht. Dass die langsamen Sätze auf einer Mandoline klangarm bleiben, kann selbst Thile kaum durch sein lebendiges und hochmusikalisches Spiel wettmachen. Dafür bringt er in die schnellen ein, was klassische Geiger gern übersehen: dass es sich oft um Tänze handelt. Ein Zeugnis von fast schon grotesker Virtuosität. (Nonesuch Records). MICHAEL STALLKNECHT
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