Die Mando in den Sümpfen

Gestern abend in der Kulturzeit auf 3Sat: In der Rubrik Da, da & da schwärmt Reporterin Nicolette Feiler-Thull von einem „Mandolinen-Virtuosen“ aus Frankreich: Féloche. Mal abgesehen davon, dass die Gute womöglich noch nie einen tatsächlichen Mandolinenvirtuosen gesehen hat – der Typ hat garantiert einen Knall! Aber so wie er sich auf der Bühne und in seinen Videos gibt, immer mit einer Mando um den Hals, lässig und verrückt, so könnte er selbst zum Kult werden und sein komisches kleines Instrument gleich mit. Die Musik klingt völlig schräg: eine Mixtur aus Cajun, Elektropop und verschiedenen Folkloren, dass Kollege Manu Chao neidisch werden könnte. Natürlich stecken auch Spurenelemente von Bluegrass drin. Oder ist das nur der Klang der Mando?

Im September kommt der abgedrehte Féloche zu einer Tournee nach Deutschland. Früher hat er Russenpunk gemacht, und der Punkgeist spukt auf jeden Fall auch in seiner jetzigen Musik. Die Franzosen sind eben speziell – nicht nur, was ihre Nationalmannschaft angeht. Auch in Sachen Pop wirken da ziemlich quere Köpfe.

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