Aktenzeichen Mandoklau

Adam Steffey ist ein toller Mandolinenspieler – wie gestern berichtet, wiederum von der IBMA ausgezeichnet. Die Firma Gibson hatte ihm zu Ehren bereits ein Signature-Modell auf den Markt gebracht: in einer Auflage von 50 Stück. War wahrscheinlich, bevor er Daley-Mandos spielte? Jedenfalls dürfte dieses Gibson-Modell einiges gekostet haben. Umso ärgerlicher dann, wenn es einem gestohlen wird. So kürzlich passiert dem Kollegen Chris Harris, der bei „Junior Sisk & Rambler´s Choice“ hobelt. Aus dem 18. Stock des Renaissance-Hotels in Nashville wurde das gute Stück entwendet und wer weiß, ob es jemals wieder auftaucht.

Der wirtschaftliche Schaden ist beim Klau solcher Instrumente das eine. Manchmal wiegt aber viel schwerer, dass eine Menge Erinnerungen in der Mando stecken, dass sich eine emotionale Beziehung zum Instrument entwickelt hat. Und das geschieht bisweilen auch bei 500-Euro-Teilen. Wenn die Dinge einem so ans Herz wachsen, schmerzt es umso mehr, wenn irgendein gieriger Vogel oder gewissenloser Fan lange Finger macht, um so seine Devotionaliensammlung zu ergänzen. Ob´s Peter Bucks alte Rickenbacher ist oder die Steffey-Mando von Harris: Solche Sachen stehlen heißt, den Leuten an der Seele weh zu tun. Ums mal pathetisch, aber treffend zu formulieren. Und sowas gehört doppelt hart bestraft. Gibt´s in Guantanamo Bay eigentlich ein Extra-Lager für solche Spitzbuben?

Das Adam-Steffey-Modell von Gibson

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